Frau sexuell belästigt

33jährige wird im Zug sexuell belästigt.

Österreich. Eine 33jährige Kunststudentin wurde, nach eigenen Angaben, in der Vergangenheit irgendwann einmal irgendwo in einem Zug von einem brutalen Serienbelästiger belästigt. Der Vorfall ereignete sich in einem Zugabteil. Das Opfer A.L. Bankel ist noch jetzt traumatisiert. „Der Mann starrte mich mit irren Augen über den Gang hinweg an.“

Doch das Opfer ist kein Einzelfall. Auch A. Lena B. berichtet von einem schweren Zwischenfall, der sich irgendwann einmal irgendwo in irgendeinem Zugabteil ereignet hat. Besagter Serienbelästiger (wir bezeichnen ihn fortan als M. Ann) fragte sie doch tatsächlich, „was sie da liest.“. Selbstverständlich wurde sofort die örtliche Polizei informiert. Die bestätigte, dass eine Anzeige wegen versuchter Massenvergewaltigung eingegangen sei.

Auch Anna L. B. weiß von einem grausigen Zwischenfall zu berichten. Ihre Lippen beben auch nach all den Jahren noch, wenn sie sich an diesen schrecklichen Moment zurückerinnert. M. Ann besaß die Unverfrorenheit vor ihren Augen den Gürtel zu öffnen um (man kann es kaum glauben, wie brutal diese Bestie vorgeht) seine Unterhose zu richten. Dies ist natürlich nur ein vorgeschobener Grund. Wissen wir doch alle, dass das Patriarchat nichtzwickende und unverrutschbare Unterhosen für Männer entwickelt hat, die es schon mit der kohlefarbenen Patriarchats Mitgliedskarte gibt.

Die 33jährige Kunststudentin hatte bisher ein extrem schweres Leben, weshalb sie mit 33 auch immer noch studiert. Normalerweise würde man sagen, wer mit 33 noch studiert, der hat wohl zu viel Geld, aber nicht so Frau A. L. Bankel. Sie ersparte sich jeden einzelnen Pfennig selbst in mühevollster Arbeit zusammen um ihre Therapie nach diesen schrecklichen Vorfällen zu bezahlen.

Ihr gewähltes Studienfach zeigt ebenso, dass sie sich ihrer schwierigen gesellschaftlichen und vor allem finanziellen Lage bewusst ist. Offensichtlich musste sie dieses Fach wählen. Nicht weil sie es wollte, sondern weil es für sie kein Auffangnetz gibt. Niemanden, der ihr Geld zustecken kann, wenn sie welches braucht, niemanden, der ihr in einem Bereich, in dem man entweder außergewöhnlich talentiert oder außergewöhnlich gut vernetzt sein muss, die ein oder andere Tür offenhält. Nein, dieses Studienfach ist weise gewählt und wird ihr langfristig die Unabhängigkeit und die Einkünfte sichern, die sie als starkes Individuum benötigt.

Jetzt mal ehrlich. Die gute Frau ist 33 Jahre alt und studiert immernoch. Da muss ich einfach mal sagen: Sie macht was falsch. Aber scheinbar machts ihr ja nix, das Geld scheint reinzukommen.

Sie studiert Kunst, damit machste jetzt auch nicht gerade die großen Sprünge – muss ja auch nicht. Aber wenn man in der Lage ist, nach den Vorlieben zu gehen und nicht nach den Notwendigkeiten, dann hat man schon ein gutes Leben.

Und wenn man dann auch noch Geschlechtertrennung im Zug mit Blicken, Fragen nach dem Lesestoff oder einem verrutschten Kleidungsstück rechtfertigen will – die allesamt zweifelsohne nicht ganz angenehm sind (vor allem Letzteres), dann hat der Arsch aber Kirmes man halt wirklich ein sehr sehr sicheres und problemfreies Leben. Man möchte fast sagen „privilegiert“.

 

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Ein Gedanke zu “Frau sexuell belästigt

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