Frau ist kein Geschlecht sondern eine Behinderung.

WAS FÜR EIN FRAUENFEINDLICHES ARSCHLOCH IST STAPEL CHIPS DENN????

Hey, ich sag das nicht. Feministen sagen das.

Hinter dieser gewagten click-bait Überschrift verbirgt sich ein Gedankenkonglomerat, dass mir schon seit einer gefühlten Ewigkeit im Kopf herumschwirrt. Es geht grundlegend darum, dass Feminismus bzw. Frauenförderung frauenfeindlich ist.

Es ist eine steile These – möchte man meinen. Doch der Reihe nach.

Beginnen wir mit dem Konzept der Gleichberechtigung, für die der Femismus™ ja angeblich steht. Das Konzept Gleichberechtigung ist in unserem Grundgesetz niedergeschrieben.

Artikel 3

[…](3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Hier ist besonders interessant, dass man auf Grund diverser Dinge (inklusive Geschlecht) explizit nicht benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Ein Sonderfall ist die Behinderung, wo man wegen der Behinderung nicht benachteiligt werden darf. Hier ist die Bevorzugung nicht explizit erwähnt, weshalb man davon ausgehen darf, dass eine Bevorzugung bei Behinderung durchaus erlaubt ist.

Wenn wir uns jetzt einmal die feministische Forderung der Frauenquote (nicht der Geschlechterquote) anschauen, dann stellt diese ein Sonderrecht für Frauen dar. Prozentzahlen schwirren viele herum, aber meist bewegen sich diese im Bereich von 30% bis 50%. Frau Wizorek schreibt in ihrem Buch „Weil ein #aufschrei nicht reicht“ auf S.29

Hinzu kommt: Erst ab einem Anteil von 30 Prozent werden Frauen in männerdominierten Runden auch wirklich gehört, und es wird nicht mehr nur männliches Verhalten zugelassen – jede Quote unter 30 Prozent ist also eher als Feigenblatt zu verstehen und wird die Unternehmenskultur nicht verändern.

Nun gibt es natürlich viele Begründungen, warum man dieses Sonderrecht für Frauen (angeblich) braucht und weshalb es eingeführt werden sollte. Aber all diese Gründe ändern nichts daran, dass dieses Sonderrecht nicht mit gleichen Rechten (aka Gleichberechtigung im Sinne von Artikel 3) in Einklang zu bringen ist.

Es sei denn man ist der Auffassung, dass „Frau“ kein Geschlecht ist, sondern eine Behinderung.

Nun muss man vielleicht erklären, woher „Behindert“ kommt. „Das ist ein Behinderter.“ „Der ist behindert.“ „Das ist ein Mensch mit Behinderung.“

Im Wort Behinderung steckt das Hindernis drin. Ein Behinderter ist also ersteinmal jemand der ein Hindernis hat. Wenn ich jemanden (be)hindere, bin ich aktiv darin jemandem ein Hindernis zu stellen. Wenn ich behindert werde, macht jemand anderes selbiges mit mir – es ist also passiv. Ein Behinderter wird also behindert.

Letztendlich ist ein Behinderter ein Mensch, der derartig weit von der Norm des durchschnittlichen Menschen abweicht, dass er ohne Hilfe oder Hilfsmittel nicht oder nur unzureichend in der Gesellschaft partizipieren kann. Klassische Beispiele sind hier Rollstuhlfahrer, die ohne Aufzüge oder Rampen in manche Gebäude nicht rein kommen können wegen der Stufen. Oder wegen zu schmaler Türen nicht in einen Raum hinein können.

 

Aber sagt denn wer, dass Frauen behindert sind/werden? Nun, was ist den Diskriminierung auf Grund des Geschlechtes anderes, als jemandem Hindernisse in den Weg zu legen – sprich, jemanden wegen des Geschlechtes zu behindern.

Und rufen nicht Feministen allenthalben, dass Frauen diskriminiert und unterdrückt werden? Sagen sie damit nicht das Frauen behindert werden? Drückt nicht das feministische Konzept des Patriarchates – in dem wir ja angeblich leben (*1) – genau das aus?

Wikipedia: (Archiv)

Patriarchat wurde zu einem Sammelbegriff für Strukturen und Formen von Nachrangigkeit, Ausbeutung und direkter sowie symbolischer Gewalt, die Frauen betreffen, und zur Grundlage feministischer Theorie und Praxis.

Sagen Feministen somit nicht, dass Frauen behindert sind und daher Sonderrechte ligitim sind.

Und sagen sie damit nicht auch, dass Frauen Männern unterlegen sind?


(*2) Aber nicht nur Feministen sind in dieser Hinsicht frauenfeindlich. Auch die Frauenförderung suggeriert, dass Frauen behindert sind.

Ein bestehendes Gesetz, das Frauen bevorzugt ist das Bundesgleichstellungsgesetz.

Ein Beispiel ist §8:

(1) Sind Frauen in einem bestimmten Bereich nach § 3 Nummer 2 unterrepräsentiert, hat die Dienststelle sie bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen, bei Einstellung und beruflichem Aufstieg bevorzugt zu berücksichtigen. […] Voraussetzung für die Bevorzugung ist, dass Bewerberinnen die gleiche Qualifikation aufweisen wie ihre männlichen Mitbewerber. […]Sind Männer strukturell benachteiligt und in dem jeweiligen Bereich unterrepräsentiert, gelten die Sätze 1 bis 4 entsprechend.

Während bei Männern erst einmal eine strukturelle Benachteiligung – also Behinderung – bewiesen sein muss, wird bei Frauen automatisch davon ausgegangen, dass sie Behindert werden. Anders ist diese Ungleichbehandlung per Gesetz schlicht nicht zu erklären.


 


(*1) vgl. Anne Wizorek, Weil ein #aufschrei nicht reicht, S. 18:

[…] aber wir haben was gegen das Patriarchat. Es ist eine Gesellschaftsform, in der Männer eine bevorzugte Stellung innerhalb des Staates und der Familie haben. Unsere Gesellschaft ist trotz so einiger erzielter Errungenschaften nach wie vor männlich dominiert, was von Feminist_innen kritisiert wird, da so keine gerechte Gesellschaft aussehen kann.

(*2) Update 02.08.2016 : Rechtschreib- und Zeichenfehler. Text.

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3 Gedanken zu “Frau ist kein Geschlecht sondern eine Behinderung.

  1. Zur Kentnisnahme:

    Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919

    Artikel 109.
    Alle Deutschen sind vor dem Gesetze gleich.
    Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten. …

    Kennt jemand ein heute gültiges deutsches Gesetz, das Frauen benachteidigt oder Männer bevorzugt?

    Gefällt mir

  2. Pingback: Random Thoughts Nr 6 | stapelchipsblog

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