Emma Watsons UN Rede

Emma Watsons Rede von der UN Women (Transcript, Video) ist ja mittlerweile fast 2 Jahre her. Man möchte daher meinen, dass ich sehr spät damit bin, diese zu besprechen, und man hätte damit Recht. Allerdings ist genau diese Rede der Grund warum ich mich nicht als Feminist bezeichne und auch, warum ich so entschieden gegen Feminismus bin.

Ich möchte nur einzelne Elemente daraus besprechen, die ganze Besprechung wäre meiner Meinung nach zu langwierig.

And, the more I spoke about feminism, the more I realized that fighting for women’s rights has too often become synonymous with man-hating. If there is one thing I know for certain, it is that this has to stop.

Also, je mehr sie über Feminismus sprach, realisierte sie, dass der Kampf für Frauenrechte ein Synonym für Männerhass wurde. Dies müsse stoppen.

Ich fand diese Aussage ziemlich gut. Zum einen, weil ich mich damals tatsächlich noch als Feminismus-Sympathisant bezeichnet hätte, zum anderen weil Männerhass natürlich zu stoppen hat.

Allerdings, wenn man näher drüber nachdenkt möchte sie hier ja nicht Männerhass stoppen, sondern dass der ‚Kampf für Frauenrechte‘ aka Feminismus nicht ein Synonym für Männerhass sein soll.

I’ve seen young men suffering from mental illness, unable to ask for help for fear it would make them less of a man. In fact, in the UK, suicide is the biggest killer of men between 20 to 49, eclipsing road accidents, cancer and coronary heart disease. I’ve seen men made fragile and insecure by a distorted sense of what constitutes male success. Men don’t have the benefits of equality, either.

Sie spricht also davon, dass Männer zwischen 20 und 49 am häufigsten durch Suizid sterben.

Auch dies war für mich eine gute Aussage, denn diese Männer bringen sich ja nicht aus Spaß um, sondern weil sie keinen anderen Weg mehr sehen. Menschen beenden ihr Leben nicht einfach so.

I want men to take up this mantle so that their daughters, sisters, and mothers can be free from prejudice, but also so that their sons have permission to be vulnerable and human too, reclaim those parts of themselves they abandoned, and in doing so, be a more true and complete version of themselves.

„Ich möchte, dass sich Männer dem annehmen, so dass ihr Töchter, Schwestern und Mütter frei von Vorurteilen sein können, aber auch, dass ihre Söhne auch die Erlaubnis haben verletzlich und menschlich zu sein. Die Teile von ihnen, die sie angestoßen haben zurückzuholen und so eine ehrlichere und komplettere Version ihrer selbst zu sein.“

An dieser Stelle hatte sie mich verloren. Jungs haben also nicht die Erlaubnis menschlich zu sein? Sie sind nur irgendwie halbmenschlich? Und schuld daran sind natürlich Männer, weil die sich nicht anstrengen. Die sind übrigens auch Schuld daran, dass es Vorurteile gegen Frauen gibt müsst ihr wissen.

Das ist eine tolle Aussage: Ihr Männer verbockt uns das Leben, ihr seid schuld. Aber irgendwie müssen wir euren Suizid in den Griff bekommen.

We are struggling for a uniting word, but the good news is, we have a uniting movement. It is called HeForShe.

Zum Schluß weißt sie halt noch mal auf die HeForShe also ErFürSie Bewegung hin.

Um ihre Rede mal grob zusammenzufassen: Ich bin Feministin. Feminismus wurde zu oft zum Synonym für Männerhass. Das muss aufhören. Männer bringen sich in extrem hohen Maße selbst um. Männer sind Schuld daran, dass Frauen mit Vorurteilen konfrontiert sind und Jungs nicht emotional sind. Deshalb sollen sie sich nicht um ihre eigenen Probleme kümmern, sondern zu ihren eigenen Problemen, die sie in Massen sich selbst töten lässt, sollen sie sich noch um die Probleme von Frauen kümmern -> HeForShe.

Und da wundert sich noch jemand, dass Feminismus zum Synonym für Männerhass geworden ist.

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Emma Watsons UN Rede

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