Unterhalt trotz Scheidung die 2.

Um noch einmal auf meinen Blogpost vom 11. August zurückzukommen…

Ich habe heute noch einmal mit dem Mann meiner Arbeitskollegin gesprochen und dieser hat mir es nochmal bestätigt, dass ich das so korrekt wiedergegeben habe. Er hat aber auch betont, dass das Ganze auch schon etwa 10 Jahre her ist, so dass er das natürlich auch nicht korrekt wiedergegeben haben könnte.

Kommen wir also zuerst zu den Fragen die ich gestellt habe:

  • Kann ein Mann derartig zur Verantwortung gezogen werden, für ein Kind, dass nicht seins ist und wo die Mutter auch offen sagt, dass es nicht seins ist?

Dazu schrieben Radaffe, kardamom und RW, dass eine Vaterschaftsanfechtung binnen Zweijahresfrist möglich ist und diese mit dem ersten begründeten Zweifel, spätestens ab der Geburt, beginnt. Solange wie die Anfechtung nicht rechtsgültig ist, ist der mutmaßliche Scheinvater jedoch zu Unterhalt verpflichtet, kann dieses aber vom biologischen Vater – sofern bekannt – zurückfordern.

Dies ist in diesem Fall nicht geschehen. Der Scheinvater zahlt noch heute den Unterhalt. Warum das so ist weiß ich allerdings nicht.

  • Gilt rechtlich derjenige als Vater, der zum Zeitpunkt der Empfängnis oder zum Zeitpunkt der Geburt mit ihr verheiratet ist?

Dazu verlinkte mir kardamom §1592 BGB, der die Vaterschaft regelt.

Vater eines Kindes ist der Mann,

1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder
3. dessen Vaterschaft nach § 1600d oder § 182 Abs. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gerichtlich festgestellt ist.

  • Gilt es wirklich noch als „in der Ehe befindlich“, wenn man im Trennungsjahr ist?

Dazu schrieb Christian, dass man die Scheidung erst nach dem Trennungsjahr einreichen kann. Was durch §1565 BGB bestätigt wird. Womit wir hier vermutlich tatsächlich einen Erinnerungsfehler haben.

Bleibt mir den Kommentatoren zu danken.

 

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2 Gedanken zu “Unterhalt trotz Scheidung die 2.

  1. Warum das so ist weiß ich allerdings nicht.

    Du meinst damit, die Gründe für die Nichtanfechtung sind nicht bekannt?

    Wegen des Trennungsjahrs:

    nach http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/schwangerschaft.htm gibt es zwei OLG, die eine Schwangerschaft als unzumutbare Härte nach §1565 BGB beurteilten und zwei OLG, die dies nicht so sahen…
    Die Erfolgsaussichten hängen wohl davon ab, in welchen OLG-Bezirk die Scheidung eingereicht wird…

    Danke an staplechips für die Ergänzungen zum ersten blogpost!

    Gefällt mir

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