Burkaverbot

In meiner Brust schlagen da zwei unterschiedliche Herzen. Auf der einen Seite habe ich das Herz, dass sagt: VERBIETEN, die Burkha gehört nicht nach Deutschland. Auf der anderen Seite habe ich das Herz, das sagt: NICHT VERBIETEN, Menschen müssen das Recht haben sich zu kleiden, wie sie wollen.

Wo zwei Herzen in einer Brust schlagen, muss das Hirn also ran.

Welche Fälle haben wir?

1.: Frau will Burka tragen und hat das Recht dazu.

2.: Frau will Burka tragen, ist aber verboten.

3.: Frau wird gezwungen Burka zu tragen, muss aber nicht, weil Staat es verbietet.

4.: Frau wird gezwungen Burka zu tragen OBWOHL der Staat es verbietet.

 

zu 1.: Einerseits passt mir die Burka nicht, deshalb buärks, andererseits will ich, dass sie das Recht auf freie Kleidungswahl hat deshalb YAY!

zu 2.: Einerseits passt mir die Burka nicht, deshalb YAY, andererseits will ich, dass sie das Recht auf freie Kleidungswahl haben sollte, deshalb buärks.

zu 3.: Dieser Sorte Frau wird durch das Verbot der Burka geholfen.

zu 4.: Das Verbot würde eine zusätzliche Belastung darstellen, da die Frau einerseits für das Tragen der Burka bestraft werden könnte, andererseits aber auch, durch das Nicht-Tragen.

 

Wie wäge ich das ab?
Freie Kleidungswahl vs. Keine Burka.
Schutz vor Zwang vs. Zusätzlich Bestrafung.

Im Zweifel gehe ich den liberalen Weg und würde die Burka erlauben. Was aber tun mit den Frauen, die zum Tragen einer solchen gezwungen werden?

Könnte man nicht den Zwang unter Strafe stellen? Wie genau wäre zu klären. Beachten müsste man aber, dass es Dresscodes gibt, bzw. Dienstkleidung.

Man kann Arbeitnehmern durchaus gewisse Dienstkleidung verordnen. Angefangen von ordentlicher Kleidung über Hemd und Anzughose bzw. Kostüm bis hin zu Arbeitsschutzkleidung. Diverse Kleidung ist auch verboten bzw. nicht erlaubt in der Arbeitswelt (als Bademeister ein Kettenhemd zu tragen ist vielleicht suboptimal und auf der Baustelle in Stöckelschuhen rumlaufen ebenso, an meiner Arbeitsstelle ist festes Schuhwerk und wenig Schmuck verpflichtend, um im Zweifel nicht durch die Kleidung behindert zu werden falls einer unserer Bewohner aggressiv wird).

Dies alles sind Vorschriften, die teils aus praktischer und teils aus repräsentativer Sicht aufgestellt wurden.

Eine Burka kann sehr wohl – freiwillig getragen – ein Bekenntnis zum Glauben sein und wäre damit repräsentativ. Ähnlich wie Hijab oder das Kreuz, dass viele Menschen noch als Halskette tragen.

 

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Ein Gedanke zu “Burkaverbot

  1. Die Lehrer-Gewerkschaft ereifert sich:

    „Schule sei für verschleierte Mädchen aus strengkonservativen islamischen Haushalten oft die einzige Möglichkeit, Kontakt zu Gleichaltrigen aufzunehmen.“

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/gew-ist-bloed-a-1109007.html

    Wir halten fest: In Deutschland gilt die Schulpflicht, die einschliesslich der Berufsschulpflicht mindestens bis zur Volljährigkeit dauert.

    Demzufolge kann den „Mädchen aus strengkonservativen islamischen Haushalten“ der schulische Kontakt mit Gleichaltrigen überhaupt nicht verhindert werden.

    Und wenn sie dann volljährig sind, ist es ihre eigene Verantwortung, Burka/Niqab abzulegen oder weiterhin zu tragen.

    Die spinnen ja, die Funktionetten von der GEW…

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