#nichtegal die 3.

Ich habe heute überlegt, warum die #nichtegal Kampagne so schlecht angekommen ist.

Letztendlich haben wir es mit einigen Youtubern zu tun, die dazu aufrufen etwas entspannter auf Youtube zu sein. Das ganze Unterstützt von Youtube und als Schirmherrin Manuela Schwesig (nur Schirmherrin, keine Finanzierung durch das BMFSFJ).

Zudem wollen Sie ja noch in Schulen gehen, was an sich auch nicht so schlimm ist, da Medienkompetenz durchaus wichtig ist. Und dazu gehört eben auch, angemessen mit anderen Menschen online zu kommunizieren.

Natürlich gibt es im Unterrichtsmaterial einige Probleme, die ich teils in meinem Video schon dargelegt habe, teils unter dem Video in den Kommentaren zu finden sind.

Das größte Problem ist sicherlich die vollkommene Beliebigkeit der Definition von Hass bzw. Hatespeech. Es ist Perspektivenabhängig, Kontextabhängig, kann unterschwellig oder direkt sein oder – jetzt kommts – rational (!) oder emotional sein. Hasssprache oder Hass kann rational sein. Naja… da hat sich jemand Gedanken gemacht.

Zudem wurde halt in einem der Beispiele gesagt, dass „Meinungsfreiheit muss es aushalten, dass ich Feministinnen scheiße finde.“Hatespeech ist.

Dennoch, auch wenn dies beides in meinen Augen große Fehler sind, verwundert es doch wie Erdrutschartig das Ding auf Twitter zerlegt wurde.

An dieser Stelle möchte ich übrigens darauf aufmerksam machen, dass die Leute hinter dem Twitteraccount #Nichtegal (meinem Eindruck nach) zwar oftmals etwas naiv, aber dafür dann doch recht souverän geantwortet haben. Zu mindest scheinen sie sich besser mit Social Media auszukennen und mehr Medienkompetenz zu haben als die Leute hinter #nohatespeech.

Und da treffen wir dann auf das Problem, warum dieser Hashtag derartig zerlegt wurde. Es gab dieses Jahr schon mehrere Versuche sowas zu etablieren. Angefangen von #Ausnahmslos über #OrganisierteLiebe über #nohatespeech. Zudem dann noch die „Taskforce“ von Heiko Maas. #Ausnahmslos schien eine Aktion gewesen zu sein, die durch Bundesjustizminister Heiko Maas initiiert wurde und von der „#Aufschrei-Clique“ durchgeführt wurde (und durch Schwesig unterstützt wurde). #OrganisierteLiebe kam aus dem selben Camp und den „Neuen deutschen Medienmachern“(NdMm; Verbindung über die Republica). Es folgte die Taskforce (durch Minister Maas und mit der Amadeu Antonio Stiftung). Dann kam #nohatespeech. Diesmal unter der Fuchtel vom BMFSFJ und mit den NdMm und der #Aufschrei-Clique . Sowohl das BMFSFJ als auch der Heiko sind bei der Amadeu Antonio Stiftung involviert. Als Unterstützer und auch als Vorwortschreiber. Julia Schramm con der AA-Stiftung hat zudem auch direkte Kontakte zur #Aufschrei-Clique. Diese Clique war mit Manuela Schwesig zusammen im #TeamGinaLisa verbunden (weshalb Frau Schwesig verdammt nochmal zurückzutreten hat). Frau Schwesig wiederum ist Schirmherrin der #nichtegal Kampagne, die wiederum auch von der AA-Stiftung und der #nohatespeech Kampagne unterstützt wird…

Oder in übersichtlich:

#Ausnahmslos: Maas, Schwesig, #Aufschrei-Clique
#OrganisierteLiebe: #Aufschrei-Clique, NdMmTaskforce: Maas, AA-Stiftung
#nohatespeech: Schwesig/BMFSFJ, AA-Stiftung, NdMm, Maas, #Aufschrei-Clique
#TeamGinaLisa: #Aufschrei-Clique, Schwesig

und jetzt #nichtegal: Schwesig, AA-Stiftung, #nohatespeech

Jetzt kann man natürlich sagen: Toll, dass sich Schwesig und Maas so gegen Rechts einsetzen. Kann man – sollte man nicht. Warum sind so viel Kampagnen notwendig? Soll hier der Eindruck entstehen, dass es eine „Breite Front“ gegen Rechts gibt? UNd jedesmal ist die Definition von Hatespeech verwaschen, jedesmal ist nicht klar, wogegen man eigentlich vorgeht. Und jedesmal sieht man die selben Leute dahinter. Und jedes Mal entspannt sich eine Diskussion um die Meinungsfreiheit.

Und jedesmal stellen sich Rechte jeder coleur und Linksliberale gegen diese Meinungsdiktatur. Frau Schwesig. Herr Maas. Was soll der Scheiß?

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