Kampfbereitschaft

Heute Morgen gab es bei mir auf der Arbeit einen Vorfall. Und ich möchte in dieser Nacherzählung an einen Blogpost von „früher“ anknüpfen wo es um die wirkliche Diskriminierung von Frauen geht.

Ich hatte dort folgendes geschrieben:

Der letzte Punkt den ich noch ansprechen möchte ist Gewalt. Ich habe in meiner kurzen 9 jährigen Laufbahn noch nie in einer Einrichtung bzw. Gruppe gearbeitet wo nicht entweder fremd- oder autoaggressive Menschen betreut wurden, bzw. Menschen, die ihre Bewegungen nicht kontrollieren konnten und schon mal zugegriffen haben und nicht wieder loslassen konnten. In all diesen Fällen ist es extrem von Vorteil einen Mann vor Ort zu haben, der entweder den Klienten festhalten kann oder einen Griff lösen kann. Dazu braucht man im Regelfall viel Kraft. Und da sind Männer objektiv im Vorteil.

Es begab sich also heute Morgen, dass einer unserer Bewohner ausgerastet ist. Der Bewohner ist fast 50, etwa 1,60m groß und ziemlich pummelig. Ich war gerade in der Küche, als er meine Arbeitskollegin angriff. Diese ist zwar von selber Größe, aber erst Mitte 20 und Kampfsportlerin. Sie macht Judo und unterstützt bei den betriebsinternen Selbstverteidigungskursen. Das war der Grund warum sie einer ansonsten etwas besser qualifizierten Mitbewerberin vorgezogen worden war, da dieser Bewohner schonmal öfter handgreiflich geworden war.

Dieser Bewohner muss seine Medikamente beim Frühstück nehmen, damit die Medikamente mit der Nahrung verarbeitet werden und die Magenwände nicht angreifen. Der Bewohner weigerte sich diese zu nehmen. Meine Kollegin stellte sie ihm dennoch auf seinen Platz, was ihm nicht passte. Er schlug, trat und kratzte meine Kollegin mehrfach. Bis ich dabei war und ihn von ihr wegzog.

Was mich im Rückblick stark verwunderte war, dass sie nicht einmal versuchte sich zu wehren. Sie hob nur ihre Hände um ihr Gesicht zu schützen, das aber gar nicht angegriffen wurde. Und das als Kampfsportlerin. Ich habe sie nicht gefragt, warum sie sich nicht gewehrt hat (was sie selbstverständlich und auch ausdrücklich darf und soll), denn sie war ziemlich durcheinander nach dem Vorfall.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie dieser Bewohner mich das erste Mal angegriffen hat und wie er einmal einen Praktikanten angegriffen hat. Sowohl dieser als auch ich haben sofort den „Gegenangriff“ eingeleitet und hatten den Bewohner in kürzester Zeit unter Kontrolle. Ich weiß nun nicht wie es bei dem Praktikanten (gewesen) ist, aber ich bin definitiv kein Kampfsportler.

Auch wenn ich die Berichte über die anderen Übergriffe des Bewohners jetzt im Rückblick betrachte fällt mir das auf. Die Aggressionen gegenüber den Kolleginnen dauerten immer länger, weil entweder erst die Hilfe kommen musste oder sie länger brauchten um sich überhaupt zu wehren. Wohingegen angegriffene Männer sehr schnell mit der Gegenwehr begonnen haben.

Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme und die Berichte sind jetzt auch nur aus meinem Gedächtnis. Ich müsste das nochmal genau nachlesen. Aber dennoch habe ich den Eindruck, dass meine Kolleginnen deutlich weniger „wehrbereit“ bzw. „kampfbereit“ sind als meine Kollegen.

Argumente statt Populismus

Ich bin gestern auf einen Beitrag von hrinfo hingewiesen worden. Da ich leider heute wenig bis keine Zeit habe präsentiere ich den Artikel kommentarlos:

Argumente statt Populismus – gerade beim Feminismus

Wenn es um Feminismus und Sexismus im Alltag geht, dann kommt man an ihr momentan nicht vorbei: Anne Wizorek vertritt nicht nur im Internet sondern auch in vielen Podiumsdiskussionen immer wieder ganz klar die Agenda *Feminismus? Fuck yeah!“ und engagiert sie sich sowohl on- als auch offline für Geschlechtergerechtigkeit. Bekannt geworden ist sie vor drei Jahren mit ihrer Twitter-Aktion #aufschrei. Hier posteten tausende Frauen ihre Erfahrungen mit Sexismus im Alltag – von der lästigen Anmache bis hin zu sexuellen Übergriffen. Das löste einen riesigen Sturm im Netz und damit deutschlandweit eine Debatte über Alltagssexismus aus.
Für #besserstreiten erklärt sie, was ihr beim Streiten wichtig ist:
„Das Wichtigste ist, auf Augenhöhe miteinander zu sprechen und respektvoll Argumente auszutauschen – und wirklich auszutauschen und nicht einfach nur alles abzubügeln, was das Gegenüber anbringt. Ich möchte ihm auch empathisch begegnen. Dann kann ich zwar vielleicht das Argument nachvollziehen, aber weiß, dass es für mich nicht funktioniert. Dann ist das ein ganz anderer Ansatz, als zu sagen, das ist ja alles totaler Quatsch. Ich glaube. dieses respektvolle Austauschen von tatsächlichen Argumenten und nicht nur von populistischen Parolen würde uns allen extrem gut tun.“
Zur Person:
Anne Wizorek ist eine deutsche Medienberaterin und Netzfeministin. Über ihre Twitter-Aktion #aufschrei hat sie mittlerweile ein Buch veröffentlicht und ist seit letztem Jahr Mitglied in der Sachverständigenkommission für den zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Die 35-Jährige lebt in Berlin – und wie sie sagt: im Internet.
Dazu dann noch ein Kommentar von @gamergateblogde (Marsaffe) von den Weltraumaffen:

Frau Wizorek hat hier ein reines Lippenbekenntnis abgelegt. Sie diskutiert ihre Thesen im Netz nämlich nur mit Menschen, die ihrem Narrativ, ihrer feministischen Ideologie folgen. Stellt ein unbedarfter Nutzer eine kritische Frage, wird er vom Twitteraccount @marthadear umgehend geblockt. Dafür gibt es inzwischen wahrscheinlich Hunderte von Beispielen.- User die nach der Stichhaltigkeit der Lohnlücke, Männerrechten im Feminismus fragen oder Kritik an Thesen wie „Es gibt zu viele heterosexuelle weiße Männer in Führungspositionen“ üben, werden ohne Antwort stumm geschaltet – nix Augenhöhe oder respektvoll Argumente austauschen.

Sie benutzt sehr oft – im besten Falle – fragwürdige Quellen: Sie argumentiert mit 200 Vergewaltigungen beim Oktoberfest, obwohl die Statistiken etwas ganz anderes sagen, sie unterstützt eine Frau, die der Falschanzeige überführt wurde, sie benutzt voreingenommene Quellen aus dem englischsprachigen Raum und übersetzt den intersektionellen Feminismus aus Amerika ins Deutsche, ohne die gesellschaftlichen Unterschiede zu bedenken, kurz gesagt: Sie arbeitet schlampig.

Und doch wird sie ein ums andere Mal von den Medien hofiert, eingeladen und im Gespräch gehalten (und nicht zuletzt von den Gebühren – auch der männlichen Zuschauer – bezahlt). Wo ist im Gegenzug der Medienexperte für Mänerrecht? Warum bekommt eine abgebrochene Studentin, die nichts außer einem Hashtag, einem Buch und einem Talent für Aktivismus vorzuweisen hat, soviel Aufmerksamkeit? Was hat diese Frau in einem Beratungsgremium der Bundesregierung zu suchen?

Für jemanden, der seit längerem in einem sachlichen Ton versucht, Kritik an der Ideologie von Anne Wizorek und ihrer Clique (Lohhaus, Stokowski, Banasczuk, Strick, Gottschalk usw,usw.) zu üben und der dabei ausnahmslos (chrchr) von oben herab behandelt bzw. gleich als nicht diskussionswürdig eingestuft wurde, klingt der hier zitierte Satz nicht nur nicht glaubwürdig, sondern wie eine bewusste Täuschung des Lesers (und damit natürlich auch der Autoren).

Stapel Chips, der dumme Affe

Beim ape:publica Sonderlivejubelmegamitgästenstream war ich mal wieder dumm wie Brot und habe zwischendurch immermal wieder vergessen mich zu „entmuten“ (bei diesem denglisch läuft einem ein reiner Schauder über den Rücken).

Ich möchte daher ein paar wenige Sachen noch anmerken, die ich zwar sagte, aber keiner hören konnte, weil… ach lassen wir das. Es ärgert mich halt. Vieles lasse ich unkommentiert, was ich gesagt habe, weil es jemand anderes später gesagt hat.

An anderen Stellen wollte ich noch was ergänzen.


1.: Ich zweifele nicht an, dass Anne Wizorek und ihre Gefolgsleute Hasskommentare bekommen. Ich zweifele nicht daran, dass einzelne von ihnen auch Mord und/oder Vergewaltigungsdrohungen bekommen oder bekommen haben. Sie haben eine große Reichweite und zu glauben, dass sie nichts abbekommen ist… sagen wir mal… noch dümmer als sich nicht zu entmuten. Zum Glück haben wir alle gesagt, dass man mit sowas rechnen muss.

Allerdings bin ich ebenso felsenfest davon überzeugt, dass das was sie abbekommen nicht annähernd so dramatisch ist wie sie behaupten.

Aber selbst dieses Verhalten wäre weniger dramatisch, wenn Anne Wizorek und Konsorten wenigstens mal auf legitime Kritik und sachliche Kritik eingehen würden. Das habe ich allerdings leider bisher noch nicht erlebt. Bestenfalls haben sie gegen Strohmänner argumentiert.

Auch, dass @cAPSLOCKcHRIS nichts auf Twitter gefunden hat heißt nicht, dass nichts da (gewesen) ist. Twitter und Facebook löschen durchaus Tweets/Beiträge. Es gibt die Möglichkeit via E-Mail ihr etwas zu schicken und es ist bestimmt auch nicht so schwer ihren Wohnort ausfindig zu machen. Wo ich Chris aber zustimme ist: Es wäre wirklich mal an der Zeit, dass sie Beweise auf den Tisch legt.


2.: Bei ~ Minute 36 spricht Anne davon, dass sich Menschen (vor allem Mädchen/Frauen) ihr diverse Fragen stellen. Z.B.:

  • Kann ich die Impressumspflicht umgehen?
  • Soll ich besser von Anfang an ein Pseudonym im Netz benutzen?
  • Würde das bei späteren Vorträgen schädlich sein?
  • Reicht es nur zu Blocken oder muss ich auch Screenshots machen?
  • Wie reagiere ich bei anonymen Drohungen?
  • Was mache ich in einem Shitstorm?

Ich finde nicht, dass diese Fragen sein sollten und das Menschen sich diese stellen müssen bevor sie sich im Netz einbringen.“ ~Anne Wizorek

Die Sache ist: Diese Fragen müssen sie sich nicht stellen, bevor sie sich im Netz einbringen. Niemand. Das einzige was man sich fragen muss ist: Pseudonym oder kein Pseudonym. Alles andere ist optional UND vor allem erst dann relevant, wenn die Situationen eintreffen. WENN. Das hier aber behauptet wird, dass man sich da vorher schon Gedanken drum machen MUSS, heißt nichts anderes, als das es garantiert passieren wird. Aber du wirst nicht unter Garantie in einen Shitstorm geraten, du wirst nicht unter Garantie bedroht werden (beleidigt schon eher) und Du wirst auch nicht unter Garantie später Vortäge halten. Die Wahrscheinlichkeit, dass all diese Dinge passieren steigt natürlich mit dem Bekanntheitsgrad den Du hast und mit wem Du unterschiedlicher Meinung bist.


3.: Bei ~ Minute 40 wirt Anatol Stefanowitsch als Übersetzer des Comics genannt. Der arbeitet auch für die AAS und hat für die „Geh Sterben“ Broschüre Hate Speech definiert.


4.: Bei ~ 1 Stunde 44 behauptet Anne Wizorek, dass Hasskommentare Angst machen sollen, isolieren, und die Betroffenen zum schweigen bringen sollen. Dazu habe ich ein gutes Comic gefunden.

xkcd_freespeech

Spaß beiseite. Ja, diese Leute wollen Dich zum Schweigen bringen. Warum? Weil Du ihrer Meinung nach Scheiße laberst. Du bist ihnen nicht willkommen, sie halten Dich für ein Arschloch.


Direkt danach kommt sie auf die psychische Belastung zu sprechen, die auch körperliche Symptome / Leiden hervorbringen kann (psychosomatische Beschwerden sind vielleicht ein Begriff). Und ich möchte einfach mal auf das Transcript von John Bain „Enough is enough“ verweisen.

Natürlich ist auch hier wieder relevant, wieviele Leute Du erreichst. Anne wird mit ihren 17k Twitterfollowern nicht annähernd so viele Menschen erreichen wie John Bain (710k Twitterfollower, 2,25mio YouTube Abos) und daher auch nicht annähernd so viel abbekommen wie er.

Auch ist es eine Frage der s.g. Resilienz (vereinfacht: Das Immunsystem der Psyche). Mehr Resilienz = weniger psychische Probleme.

Ich denke, dass keiner der Beteiligten Bedrohungen, Beleidigungen usw. gut findet. Und es muss sich die Diskussionskultur auch ändern. Aber nicht mit Gesetzen. Schon gar nicht mit so schwammigen.


Bei ~2 Stunden 50 fragt Anne Wizorek zwei Fragen, ohne diese zu Beantworten.

Wer wüsste was zu tun ist bei einer Morddrohung auf Twitter?

  • Tweet archivieren, Screenshot machen, ausdrucken, Links ausdrucken zur Polizei gehen.

Wer würde sich Sicher dabei fühlen mit dieser Morddrohung zur nächsten Polizeiwache zu gehen und auch das Gefühl zu haben, dass die wissen was twitter ist?

  • Ich, weil ich weiß was ich machen muss. Und hätte Anne das in ihrer Präsentation erklärt -also tatsächlich Hilfe geleistet – würden sich noch mehr Leute sicher fühlen
  • Und wenn die Polizei nicht weiß was Twitter ist, dann erkläre ich ihnen das eben schnell. Ich kann denen das sogar auf meinem Smartphone zeigen…

Bei ~3 Stunden sagt sie, dass moderiert werden muss, damit nicht der Eindurck entsteht es sei die Meinung der Masse. Was ist wenn es die Meinung der Masse ist? Was ist wenn es Leute gibt (zu denen ich nicht gehöre), die das nicht schreiben, weil andere das schon geschrieben haben oder durch die Löschung der Eindruck entsteht, dass es nicht die Meinung der Masse ist obwohl es die Meinung der Masse ist.

Hier reden wir, und redet Frau Wizorek, explizit von Meinungen. Es geht nicht mehr um Hate Speech.


Und zu guter Letzt: Danke an Herrn Schauder, ich brauche Deine Videos um nicht zu radikal zu werden 😉

Sammlung und Weltraumaffen 23.10.2016

CETA und Mordio – Der jüngste Equal Pay Day

 


Feminismus und SJWs:

Blogs:

Geschlechterallerlei: Lehrerin und SchülerGeschlechterallerlei: #SchweizerAufschrei
Geschlechterallerlei: Vom dummen, männlichen Wähler
Genderwahn: Offener Brief
Genderwahn: #SchweizerAufschrei
Jungs & Mädchen: Feministische Geschlechtergerechtigkeit ist faschistisch
Aufschrei: Was Feministinnen wirklich über Frauen denken

Videos:

SkepTorr: A Man’s worth
HoneyBadgerRadio: The secret inspiration behind The Red Pill Part 2


Liberalismus:

Videos:

Kraut & Tea: culture is not my cause
Rainer Schauder: Filterbubbles

Blogs:

Jungs&Mädchen: Hate Speech


Sonstige:

Schwulemiker: Von Vorder- und Hinterladern

Liebe Feministin, stell Dir vor…

… jemand würde zu Dir kommen und Dir sagen:

„Du gehst jetzt zu dem da rüber und ziehst vor ihm die Hosen runter. Dann lässt Du Dir von ihm an die Genitalien fassen und lässt Dich von ihm penetrieren. Wenn Du nicht rübergehst, lass ich Dich von meinen Kumpels hier mit Gewalt dahinschleppen. Und wenn Du Dich nicht befummeln und penetrieren lässt, dann (*in gespielter Unschuld*) steigt nur die Wahrscheinlichkeit, dass ich Dich zu etwas zwinge, was Du nicht willst…“

Stell Dir vor dieser jemand hätte tatsächlich die Möglichkeit dazu die Drohung umzusetzen. Also die Drohnung ist real existent.

Wie würdest Du reagieren? Würdest Du es eine Vergewaltigung nennen? Sexualisierte Gewalt? Mindestens aber eine offensichtliche Ungerechtigkeit, oder? Oder ist das doch harmlos?

Stelle Dir weiter vor, dass Diese Person, die Dich da bedroht, nicht nur Dich damit bedroht, sondern alle, die ein bestimmtes Merkmal mit Dir teilen. Also zum Beispiel das Frau-Sein oder Feministin-Sein. Oder Weiß/Schwarz/Braun-Sein. Würdest Du ihm gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit unterstellen?


 

Die oben beschriebene Drohung beschreibt eine Musterung.

Liebe Feministin, ich weiß, dass der Wehrdienst in Deutschland ausgesetzt ist. Aber ich bin alt genug um das erlebt zu haben. Ich musste diese Behandlung über mich ergehen lassen. Ich musste, im Gegensatz zu Dir, zur Musterung gehen. Ich wusste, dass ich nicht zum Militär wollte. Ich wusste, dass ich, wenn ich die Untersuchung meines Hodens und die Prostatauntersuchung verweigern würde, man meine Tauglichkeit in diesem Bereich annehmen würde (ergo: größere Wahrscheinlichkeit als tauglich gemustert zu werden und einen Zwangsdienst leisten zu müssen). Ich wusste, dass man mich mit polizeilicher Gewalt dorthin bringen konnte und Geld und Freiheitsstrafen drohen.

 

Komm mir nie, nie wieder damit, dass bei mir als „heterosexueller weißer CIS Mann“ die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, dass gegen mich diskriminiert wird.

Random Thoughts Nr.3: The Red Pill, #Nichtegal & #GamerGate

The Red Pill Movie

Ich hatte zwar gesagt, dass ich vor der Deutschlandpremiere nichts mehr dazu schreiben würde, aber da ich als Unterstützer ja mehr oder weniger darum gebeten wurde:

Saalgröße noch offen – weitere Zuschauer willkommen

Eine offene Frage war und ist noch die des Saales. Bisher haben sich knapp 100 Zuschauer angemeldet. Dafür bräuchten wir natürlich nicht die ursprünglich vorgesehenen 236 Plätze und ein kleinerer Saal würde reichen. Mit kleinerem Saal wiederum würde sowohl die Miete als auch die Lizenz weniger kosten. Wenn es bei den bisherigen Anmeldungen bliebe, könnte man diese Kosten sparen und das Geld anders für die Veranstaltung nutzen oder für einen passenden Zweck spenden.

Aber dank dem Entgegenkommen des CineMotion muss ich über den Saal erst Anfang November entscheiden. Deswegen gilt es jetzt erst einmal, weitere Zuschauer zu gewinnen. Dazu werde ich die Premiere nach Möglichkeit in Berliner Veranstaltungskalendern unterbringen und Flyer im Kino auslegen. Über die reguläre Öffentlichkeitsarbeit des CineMotion wird der Termin ebenfalls bekannt gemacht, dies aber auch erst ca. zwei Wochen vorher.

Daher erneuere ich noch einmal meine Aufforderung, weiteren eventuell Interessierten Bescheid zu sagen. Der Eintritt kostet wie gehabt 10 Euro. Für Reservierungen habe ich die Mailadresse tickets@redpillberlin.de eingerichtet. Eine Abendkasse wird es ebenfalls geben.

Die Option einer Spende bleibt derweil auf dem Tisch. Der Spielraum dafür ergibt sich später aus den endgültigen Kosten und auch der Finanzierungssumme selbst, denn ich habe das Geld noch nicht bekommen (was normal ist) und laut Kickstarter ist immer mit einzelnen Zahlungsausfällen zu rechnen.


#nichtegal

Mirko Drotschmann (Twitter: @mirkodrotschmann ; Youtube: MrWissen2Go) hat sich bereit erklärt mit dem Betreiber des Kanals „Die Vulgäre Analyse“ über #nichtegal und die Kritik daran zu unterhalten.

Ich persönlich finde Mirko’s Videos recht gut, mit der Einschränkung, dass diese Videos für jüngere Menschen gedacht sind und für Menschen die einen Einstieg in ein Thema benötigen. Man kann sie keinesfalls als wissenschaftliche Arbeiten auffassen. Auch sind es keine Meinungsvideos oder Debattenvideos.

Der Stil von der Vulgären Analyse sagt mir überhaupt nicht zu, ist aber, gemessen am Kanaltitel, zu erwarten. Dennoch sind die Videos inhaltlich in Ordnung. Vorausgesetzt, man will keine wissenschaftlichen Ansichten haben. Es sind Meinungs- und Debattenvideos.

Beide belegen ihre Behauptungen aber zu mindest mit Quellen und das ist etwas, was ich sehr schätze. Man darf also gespannt sein, wie die Debatte ablaufen wird.


#GamerGate

Viele werden vermutlich gehört haben, dass #GamerGate eine Hasskampagne ist um Frauen aus dem Videospiele Bereich zu drängen. Wieder andere werden gehört haben, dass #GamerGate für ethisches Verhalten im Gaming-Journalismus steht.

Was ist wahrscheinlicher? Das hunderttausende Gamingfans weltweit plötzlich anfangen rumzupöbeln um Frauen aus dem Videospielbereich zu drängen, oder dass hunderttausende Gamingfans weltweit plötzlich anfangen sich über Zensur und unethisches Verhalten im Gaming-Journalismus aufzuregen?

(Tip: #NotYourShield )
___________________

003

Mit #GamerGate haben wir den ersten weltweiten Aufstand gegen Zensur und unethisches Verhalten im Journalismus gehabt (zu mindest online). Und von WikiLeaks haben wir gehört, dass wir eine Nummer größer werden sollten.

Tja und jetzt… jetzt legen sich die aus der #GamerGate-Bewegung entstandenen Weltraumaffen mit der Bundesregierung und der EU an (#nichtegal, #nohatespeech, AAS-Stiftung).

Was der Gender Pay Gap impliziert

Ich habe vor einiger Zeit schon einmal über den Gender Pay Gap (GPG) gesprochen und dabei primär über die Berufswahl gesprochen.

Vorher erst einmal ein kleines Rechenspiel, basierend auf dieser Grafik vom Statistischen Bundesamt:

bruttostundenverdienst

Der Bruttostundenverdienst der Männer von 18,81€ währe also die Basiszahl, also 100%. Der Bruttostundenverdienst der Frauen von 14,62€ die Vergleichszahl. Ergo:

14,62        X                                           1462
18,81  =  100    oder aufgelöst: X = 18,81 = ca. 77,72 %

100% – 77,72% = 22,28%

daraus folgt: Der Verdienstunterschied beträgt nach diesen Zahlen von 2010 ca. 22,28% Nun sind 0,95€ jedoch durch Beruf und Branche zu erklären.

0,95        Y                                            95   
18,81 = 100   oder aufgelöst   Y= 18,81 = ca. 5,05 %

Das heißt: 5,05 Prozentpunkte der 22,28 % Unterschied sind durch Berufswahl und Branche begründet. Das ist etwas mehr als ein Fünftel des gesamten Gaps.

Also schon ein recht signifikanter Teil.


Ich habe beim letzten Mal argumentiert, dass Geld ein wichtiger Faktor in unserem Leben ist und Somit bei der Berufswahl auch eine Rolle spielt.

Wenn sich also Frauen für diese weniger gut bezahlten Jobs entscheiden, obwohl sie wissen müssten, dass sie weniger gut bezahlt sind, dann gibt es zwei Möglichkeiten:
1.: Frauen sind tendenziell dumm
2.: Frauen haben andere Möglichkeiten an Geld zu kommen
Da ich ersteres ehrlich gesagt für ziemlich absurd halte, ich das aber dennoch nicht ohne Belege ausschließen möchte, sei gesagt, dass Männer und Frauen in etwa gleich hohe IQ Werte hatten. An mangelnder Intelligenz kann es also nicht liegen.
Es muss also für Frauen andere möglichkeiten geben an Geld zu kommen. Also zum Beispiel Ehemänner oder unterhaltspflichtige Väter.
Diesmal möchte ich andere Implikationen, besprechen. Ich wäre natürlich nicht so vermessen zu behaupten, dass unsere Sozialisation keinen Einfluss auf unser Verhalten hat. Das wäre vor dem Hintergrund unterschiedlicher Kulturen weltweit, aber auch von Subkulturen oder „Szenen“ eine nicht haltbare Behauptung. Also spielt Sozialisation sehr wohl eine Rolle.
Wenn jetzt also auf Seiten der Feministen argumentiert wird, dass diese Unterschiede in Berufs- und Branchenwahl sozial konstruiert sind UND das der GPG ein Problem ist, dann impliziert das eine ganze Menge.
Zum Beispiel impliziert das, dass Eltern ihren Töchtern nicht beibringen, dass Geld in unserer Gesellschaft wichtig ist. Der selbe Vorwurf wird auch dem Betreuungspersonal und den Lehrkräften in Schulen und Kindergärten gemacht. Es wird diesen Leuten vorgeworfen, dass sie ihre Töchter/die Mädchen nicht auf das Leben vorbereiten.
Das impliziert auch, dass wir als Gesellschaft Jungs das beibringen. Denen wird das nämlich irgendwie in gemischtgeschlechtlichen Kindergartengruppen und Klassenzimmern beigebracht ohne das die Mädchen das mitbekommen. Dem Sohn wird beigebracht, dass Geld wichtig ist, der Tochter jedoch nicht.
Es impliziert auch, das Firmen nicht genug Frauen anwerben und nicht proaktiv genug sind, diese in die „männerdominierten“ Berufe zu bekommen. Das impliziert, dass Mädchen trotz Girls Days und hunderten von Fotos, wo Frauen überrepräsentiert abgebildet sind im Vergleich zum prozentualen Beschäftigungsverhältnis, nicht ausreichend dahin „sozial konstruiert“ werden, solche Berufe zu wählen.
Es impliziert, dass der Staat nicht genug für Frauenförderung tut. Also Frauenförderpläne, Frauenförderungs- (verschleiert als Gleichstellungs-) gesetze und ein Frauenministerium sind nach feministischerArgumentation der „sozialen Konstruktion“ nicht ausreichend.
Zudem impliziert das, wie oben bereits zitiert, dass Frauen tendenziell dumm sind. Denn es sagt nichts anderes aus, als dass Frauen entweder zu dumm sind um zu kapieren, dass Geld wichtig ist oder aber, das Frauen das sehr wohl verstehen, aber zu dumm sind um ihre sozial konstruierte Berufswahl zu hinterfragen und das zu machen, was mehr Geld einbringt.

Die Alternative wäre natürlich, dass Frauen tendenziell nicht zu dumm dafür sind, dass Eltern ihren Kindern beibringen, wie sie selbstständig und eigenverantwortlich werden, dass die Firmen mehr als genug tun um Frauen in diese Berufe zu bekommen und der Staat mehr macht als ihm eigentlich zusteht (Diskriminierung auf Grund von Geburtsmerkmalen ist halt ein Menschenrechtsverstoß).
Wenn der Versuch durch soziale Konstruktion – durch Medien, Präsentation der Firmen, Gesetze und Erziehung – mehr Mädchen/Frauen in besser bezahlte Berufe zu bekommen, derartig scheitert (der GPG stagniert seit Jahren), dann muss die Frage sein, ob es nicht eine andere Erklärungsmöglichkeit gibt.
Zum Beispiel könnte, wenn wir bei der sozialen Konstruktion bleiben, ein Mädchen/eine Frau lernen, dass sie sich darauf verlassen kann durch andere Quellen einen Ausgleich für den verringerten Verdienst zu erhalten. Wie zum Beispiel den Ehemann oder den Staat. Somit würde sie von vorneherein lernen, dass sie es nicht so sehr nötig hat, dass ihr gewählter Beruf gut bezahlt wird. Sie kann damit mehr Fokus auf ihre Interessen legen.
Eine andere Möglichkeit währe, dass es genetische Prädispositionen gibt, die diese Unterschiede in der Berufswahl herbeiführen.

So oder so finde ich die Verteilung des GPGs sehr interessant (man beachte nicht die Farbverwechslung Grün und Gelb in den Neuen Bundesländern):
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Und vergleichen wir diese Karte mit der Zufriedenheitskarte
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…kommt eine erstaunliche Korrelation zum Vorschein.
Nun impliziert eine Korrelation natürlich noch keinen Kausalzusammenhang. Klickt man aber weiter da rum, zum Beispiel Glücksverteilung nach Geschlechtern, dann stellt man fest, dass Frauen insgesamt leicht glücklicher sind und die unglücklichsten Frauen in den neuen Bundesländern sind. Tatsächlich sind sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Neuenbundesländer auf den Plätzen 14 -19 vertreten. (Die alten Bundesländer wurden nicht nur nach Bundeslandgrenzen aufgeteilt, die neuen jedoch schon.) Zudem ist das Einkommen in den westlichen Bundesländern deutlich höher, als das der östlichen Bundesländer.
Können wir daraus schlussfolgern, dass die relative finanzielle Sicherheit im Westen (höheres Durchschnittseinkommen) uns mehr möglichkeiten bietet uns frei zu entfalten und diese freie Entfaltung einen Einkommensunterschied begünstigt?