Random Thoughts Nr.3

Thema: Genitalverstümmlung vs. Beschneidung

Ich hatte ja nun eine Diskussion via Twitter, die noch weiterging, nachdem ich meinen Blogpost veröffentlicht hatte.

Zu meinem Glück scheine ich die Positionen meiner Gegenseite korrekt wiedergegeben zu haben, denn beide haben die Repräsentation der Argumente nicht angegriffen.

Mit Oliver habe ich nicht weiter diskutiert, es schien seinerseits kein Bedarf mehr zu bestehen. Ich weiß dadurch natürlich auch nicht, ob ich ihn überzeugt habe oder ob er zu der Überzeugung gelangt ist, dass sich eine weitere Diskussion mit mir nicht lohnt, weil ich zu festgefahren bin…

Mit @Copernicus124 habe ich noch weiter diskutiert. Letztendlich sind wir uns einig darüber, dass §1631d BGB (1) gestrichen werden sollte. Denn wir haben hier keine Güterabwägung Religionsfreiheit vs. körperliche Unversehrtheit. (Bitte beachtet nicht den Fehler in meinem Tweet…)

Bei §1631d BGB (2) mussten wir eingestehen, dass wir andere Wertigkeiten bezüglichich Religionsfreiheit und körperlicher Unversehrtheit haben. Und haben daher diesen Teil der Diskussion mit einem „Wir stimmen darin überein, dass wir nicht übereinstimmen“ beendet.


Die abrahamitischen Religionen

Ich habe mir gestern ein paar Gedanken zu den abrahamitischen Religionen gemacht. Also Judentum, Christentum und Islam. Nehmen wir an, Gott würde wirklich existieren und er hätte seine Schriften (Tora, Bibel, Koran) den Menschen gesandt.

Nun stellt sich die Frage nach der faktischen Korrektheit. Viele Inhalte der Bibel und des Korans sind wissenschaftlich nicht belastbar und müssen als sachlich falsch betrachtet werden. Was die Frage aufwirft: Wenn diese Bücher Gottes Wort sind, warum hat er dann nicht die Fakten offenbart? Also warum ist die Bibel nicht wissenschaftlich belastbar?

Ich würde vermuten, damit die Menschen damals das Wort Gottes auch verstehen konnten. Die Schriften wären von Gott also dem damaligen Wissensstand angepasst worden, damit sich die Menschen dort besser hereindenken können, denn die Botschaft ist ja das Wichtige.

Nun hatten die Menschen damals aber nicht nur einen anderen Wissensstand, sondern auch durchaus andere Vorstellungen davon, was es bedeutet Mensch zu sein. Es gab kein Zeitalter der Aufklärung. Auch die sozioökonomischen Verhältnisse der Menschen waren ganz andere als heutzutage.

Wenn die Schriften also so geschrieben sind, dass die Menschen sie damals verstehen konnten, dann sind sie heute – mehrere Jahrhunderte und diverse gesellschaftliche Umbrüche später – einfach nicht mehr so zu verstehen wie damals. Das was wir aus diesen Schriften lesen muss also nicht das sein, was Gott meinte.

Daher ist es äußerst fraglich diese Schriften als Grundlage für religiös motiviertes Handeln zu nehmen. Geschweige denn etwas als „Gottes Wille“ zu bezeichnen oder etwas „im Namen Gottes“ zu tun.


Videos:

Vernaculis zu den „Reasonable Questions for Anti-SJWs“

Kraut and Tea zu #nichtegal

Rainer Schauder zu Stolz (und Bullshit)


Edit: Ich habe den Titel verändert, weil ich ein bestimmtes Thema mit reinnehmen wollte, ich mich aber auf halbem Weg dafür entschieden habe später dazu einen Blogpost zu machen.

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