Lebenszeichen

Guten Abend mein sehr verehrten Damen und Herren. Liebe Leser.

Ich wollte mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben und zwei Dinge bloggen, die noch etwas dringender ausstehen. Ich bin derzeit mit Studium und Arbeit derartig voll ausgelastet, dass ich die verbliebene Zeit lieber mit Freunden oder einem guten Film verbringe, als mich stundenlang an einen Blogpost zu setzen. Andere mögen hier andere Prioritäten haben, aber das ist meine ;-).


 

Das erste Thema ist Jan Deichmohles „Die Unterdrückung der Männer“. Ich hatte ihm versprochen dazu ein Review zu machen und hatte auch schon einiges vorbereitet, aber letztendlich kommt es immer auf die selben drei Sachen zurück. Erst einmal zwei positive Dinge:

1.: Das Buch ist sehr anschaulich in seiner Beweisführung und ich habe persönlich keinen faktischen Fehler gefunden

2.: Das Buch ist nachvollziehbar und gut in seiner Argumentation

Und nun das Negative:

3.: Das Buch ist teilweise stark übertrieben geschrieben. Ich habe mir an mehreren Stellen gedacht: „Geht es nicht eine Nummer kleiner?“ Z.B.: (S.33) „Was für eine unmenschliche Verachtung jeder erfährt, das er als Mann wagt, sich zu beklagen – klagen ist ein Vorrecht weiblicher, selektionsdominanter Frauen -, was für gehässige, gefühlsfaschistische Ausfälle Opfer der Diskriminierung […]
Nicht, dass ich nicht grundlegend zustimmen würde, aber das Buch soll ja Leute überzeugen und da würde ich tatasächlich eine etwas weniger drastische Wortwahl nehmen.

Fazit: Ein gutes, faktenorientiertes Buch. Gut lesbar (für Leute, die bereits in diese Richtung denken) aber eher abschreckend für Leute, die tendenziell eher feministisch denken.


 

Das Zweite Thema ist eine Klarstellung zu meinem Beitrag „Der Wert der Weiblichen Sexualität„, den ich zugegebenermaßen sehr… schlecht… geschrieben habe. Dazu werde ich auch noch einige Fragen beantworten, die ich „in naher Zukunft“ beantworten wollte *hüstel*.

Mein Punkt den ich zu machen gedachte ging NICHT dahin, dass die sexuelle Selektion von Frauen nicht stimmt. Der Punkt ging NICHT dahin, dass Frauen, wegen früherer monogamer Ehen usw., heute nicht mehr die Wahl hätten oder sonst etwas in dieser Richtung.

Mein Punkt, den ich machen wollte war der, dass es durchaus Männer und Frauen gab und gibt, die diese Wahl anzweifeln und übertreten. Dass es gesellschaftliche Konstrukte gab, die diese Wahl umgingen. Ein klassisches Beispel wäre dafür natürlich die Vergewaltigung einer Frau durch einen Mann. Ein Mann umgeht die Wahl der Frau, indem er sich ihr aufzwingt. Aber ich habe auch ein anderes Beispiel aufgeführt, das der Ehe. Diese war lange Zeit keine Verbindung aus Liebe sondern nahezu immer arrangiert und/oder durch andere (den Vater) abgesegnet. Ich behaupte einfach mal, dass die meisten Väter einen möglichst guten Mann für ihre Tochter ausgesucht haben, der sie versorgen konnte. Möglicherweise sogar einen, der durch längeres Werben bereits das Herz der jungen Dame erobert hatte, aber dennoch lag hier die entgültige Entscheidung eben nicht in ihren Händen.

Das heißt selbstverständlich nicht, dass diese relativ kurze Phase unserer Evolution, die anderen 2,8 mio Jahre ausradiert. Natürlich nicht. Das heißt natürlich auch nicht, dass sich Männer nicht anstrengen mussten um als möglichst gute Partie zu gelten. Natürlich mussten sie das.

Das heißt nur, dass die Selektion durch die Frauen eben nicht uneingeschränkt stattgefunden hat, sondern, dass diese Selektion von anderen stellvertretend übernommen wurde und das auch, selbstverständlich, nicht immer zu ihrer Zufriedenheit. Und das dieser Unstand als eine Unterdrückung wahrgenommen wird/werden kann, ist durchaus nicht fern leigend. Ich hoffe ich konnte das diesmal etwas deutlicher machen.

Zu den Fragen die mir gestellt wurden:

1.) Erkläre Begrifflichkeit „niedriger genetischer Standard“

Ich bin bei meinen Erklärungsversuchen (hingeschrieben, gelöscht, hingeschrieben…) immer wieder über das Wort „Standard“ gestolpert und ich muss zu dem Schluß kommen: Das Wort ist falsch gewählt. Was ich mit diesem Begriff ausdrücken wollte war, dass ein Mann Gee in sich tragen kann, die für die Umgebung eher suboptimal sind oder Krankheiten begünstigen oder in sich tragen (Erbkrankheiten). Oder anders ausgedrückt: schlechte Gene.

2.) In welcher wissenschaftlich bewiesener Norm, Regelung ist dies hinterlegt,
was ist dann ein hoher genetischer Standard und wie misst man ihn?

s.o. Standard war das falsche Wort. Dennoch möchte ich darauf eingehen wie man ihn (d.h. die schlechten Gene) misst. Wenn ich mit meinen angeborenen Fähigkeiten/Interessen in meinem Umfeld gut oder sehr gut zurecht kommen, dann habe ich gute Gene. Die selben Gene könnten in einem anderen Umfeld aber von  Nachteil sein, weshalb sie dort dann schlechte Gene wären.

3.) In wieweit steigt die potenzielle lebensbedrohliche Situation (Faktor) einer Geburt unter dem Aspekt das beide Basenpaare hälftig am Erzeugnis beteiligt sind?

Ich verstehe ehrlich die Frage nicht im Zusammenhang mit meinem Text.

4.) In wieweit erhöht sich z. B. die Todgeburtsrate (Faktor) bei einem Partner mit „genetisch niedrigem Standard“??

Das würde ganz erheblich von Hilfen, Umfeld und den Genen abhängen. Man kann jedoch ziemlich eindeutig sagen: Je schlechter die Gene im Bezug auf Gesundheit, desto höher das Risiko.

5.) Mit welcher Biotech ermittelt die Frau den sog. „niedrigen genetischen Standard“
Genomauszählung im Kopf vielleicht?

Die Polemik mal Beiseite lassend: Die Biotech nennt sich Optik. Recht einfaches Prinzip. Alle Merkmale die wie attraktiv finden, finden wir nicht aus sich heraus attraktiv, sondern weil sie gewisse gute/schlechte Eigenschaften oder halt eben Gene wiederspiegeln. So wird die überwältigende Mehrheit aller Menschen einen sportlichen Körper attraktiver finden. Ganz gleich ob es ein männlicher oder weiblicher Körper ist, von dem wir reden. Dieser Körper ist besser für Aktivitäten geeignet und sichert so die physiologische Gesundheit des Kindes. Viele intelligente Menschen haben eine hohe Stirn, weshalb diese ein Indikator für Intelligenz ist usw. .

Natürlich sind diese Dinge nicht unumstößlich und natürlich auch fehlerhaft. Ein Mensch der zu Fettleibigkeit neigt, kann durch hartes Training einen sportlichen Körper bekommen, aber dennoch die genetische Prädisposition für Fettleibigkeit weitervererben.

5.) Is that true ? „Und soweit gehe ich noch absolut konform“
Ist dieses Mitgehen nicht selektierend, inhuman, Rassenbereinigt?

Selektierend? Ja.Deshalb nennt man es auch natürliche Selektion.

Inhuman? Nein. Warum auch? Eine Frau möchte für ihr Kind einen möglichst optimalen Vater haben, damit das Kind eine möglichst hohe Überlebenschance hat. Ich nenne das eher human.

Rassenbereinigt? Wie kommst Du denn auf das schmale Brett?