Random Thoughts Nr 7

Ich hatte auf Twitter angekündigt heute und morgen früh an einem Video zu arbeiten. Das habe ich aber spontan verschoben, weil ich Onkel geworden bin und gefeiert habe. In also leicht angetrunkenem Zustand möchte ich ein paar kleine Gedanken loswerden.


1.: Nazi Vergleiche

Ich habe in meinem vorherigen Blogpost das Bundesgleichstellungsgesetz als „Nürnberger Geschlechtergesetz“ bezeichnet. In Anlehnung – offensichtlich – an die Nürnberger Rassengesetze des dritten Reiches. Prompt wurde ich natürlich darauf hingewiesen, dass Nazivergleiche nicht unbedingt zweckdienlich sind. Und das stimmt. Ich halte Nazivergleiche in einer normalen Diskussion für vollkommen unangebracht. Das ist so ein Diskussionskiller.

Aber ich muss auch gestehen, dass ich es Leid bin. Ich wurde schon so oft als Faschist, Nazi, rechter Spinner oder Ewiggestriger bezeichnet, dass ich darauf keine Rücksicht mehr nehme.

Wenn jemand meint, das Bundesgleichstellungsgesetz zu verteidigen, dass direkt gegen Männer diskriminiert. Dann ist dieser Mensch jemand, der die Diskriminierung auf Grund von Geburtsmerkmalen fordert.

Wenn jemand meint, die Quote zu verteidigen, dann verteidigt er eine Regelung / ein Gesetz, dass dazu geschaffen wurde in bestimmten Situationen gegen Menschen auf Grund von Geburtsmerkmalen zu diskriminieren.

Feministen behaupten, dass Frauen gesamtgesellschaftlich so benachteiligt sind, dass sie nicht in Führungspositionen kommen und es dank der „gläsernen Decke“ zu wenig Frauen in Führungsposition gibt – also dass feministische Äquivalent zu „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“.

Der intersektionale Feminismus ist nichts anderes als eine erweiterte Rassentheorie. Dort werden verschiedene Merkmale (teils Geburtsmerkmale) in marginalisiert und priviligiert unterteilt und das auch an der Hautfarbe. Weiße sind demnach priviligiert, weil sie Weiß sind. Aus irgendeinem Grund ist es für intersektionale Feministen ok zu sagen, dass Weiße Übermenschen sind. Sind wir nicht.

Feministen sind gegen „kulturelle Aneignung“. Unsere „dominante“ Kultur soll nichts aus „marginalisierten“ Kulturen übernehmen, weil es diese „entwertet. Ja, so unterstützt man den kulturellen Austausch. „Gegen die Islamisierung des Abendlandes!“ – oder so.

Und dann diese ewige Dreckshetze gegen Menschen, weil sie zufällig geboren wurden wie sie geboren wurden. (Beispiel: taz, KeineKleinigkeitEdition f)

Ganz im Ernst. Neonazis verstehen immerhin was sie da tun. Feministen verstehen nicht einmal das. Ich behalte mir das Recht vor jeden Menschen, der oben genanntes Zeug von sich gibt als Nazi zu bezeichnen.


2.: Sawsan Chebli

Frau Chebli wurde ja nun als „Jung und Schön“ bezeichnet, was sie sehr schockiert hat. Hier gibt es noch einmal einen Überblick mit neuen Erkenntnissen (Archiv). Überrascht es eigentlich noch irgendwen, dass es sich nicht so zugetragen hat, wie Frau Chebli es erzählt hat?

Mich nicht. Ich fand es äußerst amüsant. Und dann die Ausrede „Es ging mir darum, eine Debatte weiter anzustoßen, die noch nicht ausgefochten ist.“

Ob die Frau merkt, dass es keine Debatte gibt und auch nicht geben muss, wenn sie etwas erfindet. Sie hat der Bekämpfung des Sexismus eine Bärendienst erwiesen.

Was mich aber dann doch neben dem Amüsement doch aufgeregt hat – oder besser gesagt „wiedereinmal“ auf geregt hat ist folgendes:

Sie würde sich wünschen, dass jeder Frau selbst überlassen werde, was sie als Kompliment wahrnehme und was nicht.

So oder so ähnlich habe ich das schon öfter gelesen. „Das Opfer entscheidet ob es Opfer geworden ist.“

Ganz ehrlich? NÄÄÄ. Ich will objektive Maßstäbe. Wenn mich ein „du bist jung und schön“ ins Kreutzfeuer der Hetzfeministen bringt, obwohl es für alle anderen ganz offensichtlich ein Kompliment ist, dann läuft hier was falsch. Dann herrscht Willkür. Wenn eine Person gleichzeitig willkürlich die Regeln macht oder umstößt und gleichzeitig auch noch die Strafe auf dem Fuß folgen lassen kann, dann ist diese Person Gesetzgeber, Ankläger, Richter und Henker in einem.

Nix is Frau Chebli.


3.: Ich bin Onkel

PARTY

3 Gedanken zu “Random Thoughts Nr 7

  1. 1.
    Ich habe keine Probleme Faschisten zu sagen, dass sie Faschisten sind.

    Mit dem Begriff Nazi habe ich eher ein Problem, da hierdurch zu oft Rechts, Nationalsozialismus und Faschismus gleichgesetzt werden.
    Zum einen gab es Faschismus ebenso von Links, zum anderen ist Rechts nicht automatisch faschistisch. Genauso wenig wie nicht jedes Auto ein Mercedes, jeder VW ein Käfer oder eben jeder Linker ein Stalinist ist.
    Auch stellt sich mir die Frage, ob die NSDAP unter Hitler überhaupt noch Rechts war. Zumindest war sie nicht (mehr) nationalistisch. Für ein höheres Amt war beispielsweise nicht die Nationalität, sondern der sogenannte Ariernachweis entscheidend. Ebenso wurden Kinder aus besetzten Gebieten dem Lebensborn zugefügt. Diese Kinder waren nicht deutsch, aber der NS-Rassenideologie nach arisch. Und das ist nicht nationalistisch, sondern rassistisch.
    Letztendlich wollte man die deutsche Nation durch ein arisches Reich ersetzen.

    2
    Chebli ist einfach Pressegeil. Das ganze erinnert nicht zufällig an den „Aufschei“ für eine „süße Maus“.
    Sich als Sexismussopfer zu zelebrieren, ist heutzutage für Frauen das beste Gleitmittel, um dem Staatsfeminismus in den Allerwertesten zu kriechen.

    3
    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

    Gefällt 2 Personen

    • Dem kann ich nur zustimmen. Sonderlich trennscharf findet die Begriffstrennung kaum mehr statt, sondern ist synonym geworden.

      Das die Denkweise aber rassistisch und sexistisch ist (gerede weil es etwas ist, was die Feministinnen sonst selbst kritisieren) rückt sie natürlich in die Vergleichbarkeit mit Leuten, die – freilich aus anderen Gründen – ähnlich gedacht haben. Hier wird ja das Narrativ umgedreht: Der Übermensch ist nicht mehr etwas positives, sondern etwas Negatives, weil es den – zumindest konstruiert – Unterlegenen das Gefühl ihrer eigenen Minderwertigkeit aufzeigt. Das privilegierte Opferdenken quasi.

      Es ist im übertragenen Sinn nicht mehr derjenige das „Problem“ der weniger leistet, sondern derjenige, der mehr leistet, weil er dem, der weniger leistet allein durch seine Existenz ein schlechtes Gefühl vermittelt. Wenn man es auf das ebenfalls ja so verhasste Leistungsprinzip bezieht. Nur das die hier die besseren Menschen und sich ihren Opferstatus selbst einreden.

      Ich glaube im Endeffekt ist das, was der Emanzipation aus der Opferposition heutzutage im Weg steht, nicht mehr ein ominöses Patriarchat sondern der Feminismus selbst ist.

      Gefällt 1 Person

  2. Ich stimme euch beiden tatsächlich zu. Ich habe wohl nicht deutlich genug gemacht, dass cih es leid bin als Nazi/Rassist/was auch immer bezeichnet zu werden von Leuten , die gesetzliche Diskriminierung fordern und einer Rassentheorie anhängen.
    Und ich daher mich zu einem Auge um Auge… entschieden hab.

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