Rassismus und Diskriminierung

Es ist ein Gedankengang der mir schon länger im Kopf herumschwirrt. Den viele Leute und vielleicht sogar auch ich schonmal irgendwo irgendwann beschrieben haben. Es geht um folgende sinngemäße Aussage:

„Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße. Was es gibt ist Diskriminierung.“

Beispielhaft am Tweet von Jürgen Kasek (Archiv).

Die meisten Menschen sprechen von Rassismus, wenn jemand auf Grund seiner Hautfarbe oder Herkunft in irgendeiner Form benachteiligt wird.

Auch bei den Anhängern des Gedankengutes, dass es Rassismus gegen Weiße nicht gäbe, äußert sich Rassismus in der benachteiligenden Behandlung von Menschen – außer Weißen.

Dabei müsste es doch eigentlich vollkommen müßig sein, darüber zu reden, ob es nun Rassismus gegen Weiße gibt oder nicht. Denn es geht ja eigentlich darum, benachteiligendes Verhalten zu beenden – also Diskriminierung.

Ob wir diese Diskriminierung, die es ja nachweislich auch gegen Weiße gibt, nun Rassismus nennen oder nicht ist ja, wenn man dieses Ziel verfolgt, unerheblich.

ABER

Es geht halt eben nicht nur darum. Denn erst einmal ist es so, dass natürlich die Exkludierung von Menschen bestimmter Hautfarbe aus einem üblicherweise hautfarbenunabhängigen Begriff an und für sich schon eine Diskriminierung darstellt. Nach klassischer Begriffsbedeutung ist diese Exkludierung (mit der zu Grunde liegenden Argumentation) schon eine Diskriminierung und nach klassischer Begriffsbedeutung damit eben Rassismus.
Wer also Diskriminierung auf Basis der Hautfarbe beenden will, muss hier schon anfangen zu widersprechen.

Zudem ist es ja so, dass wir nun ein Wort haben, dass im gleichen Kontext zwei sehr abweichende Definitionen hat. Und warum sollte man eine Wortdeffinition annehmen, die weniger inklusiv ist und, nach klassischer Definition, auch rassistisch ist?

Darauf aufbauend stellt sich natürlich auch die Frage, warum man überhaupt eine neue Definition annehmen sollte. Warum sollte ich mir von meiner Opposition vorschreiben lassen, wie ich einen Begriff zu verwenden habe?

Zusätzliche Gedanken

Was ich interessant finde ist folgendes:

Der Begriff Rassismus wird klassischerweise verwendet um die Diskriminierung eines Menschen basierend auf Hautfarbe oder Herkunft zu beschreiben.

Der Begriff „Weiß“ wird in der klassischen Rassismusdiskussion für Menschen heller Hautfarbe verwendet.

Nun werden beide Begriffe auch von Woken „Anti-Rassisten“ verwendet (siehe dazu die taz) – nur halt eben vollkommen anders.

Wenn man eine zielführende Diskussion zum Thema Rassismus führen wollen würde, müsste man sich dann nicht eigentlich die klassischen Begriffe weiterhin klassisch verwenden und sich neuer Begriffe bedienen um andere Konzepte zu beschreiben? Welchen Sinn hat es, klassische Begrifflichkeiten einfach umzudefinieren?

Ablenkung.

5 Gedanken zu “Rassismus und Diskriminierung

  1. Begriffe aendern ihre Bedeutung ueber lange Zeitraeume. Das war schon immer so. Aber wegen der Erkenntnisse der Frankfurter Schule, wie man mit absichtlicher Umdefinition der Begriffe und absichtlicher Begriffsverwirrung politisch einflussreich sein kann, hat sich das linke Bollwerk in den sog. Geisteswissenschaften eingerichtet und tut fast nur das. Der Sinn ist das Machtstreben der Begriffsverdreher.

    Rassismus: Es gibt eine genetisch gepraegte Praeferenz fuer die eigene Rasse. Das ist genauso normal wie zwei Haende und zwei Fuesse zu haben. In Japan oder China fand mal eine Experiment mit Babys statt, indem man ihnen freundliche Gesichter von Frauen verschiedener Rassen gezeigt hat, und zusah, ob sie sich hingezogen oder abgestossen fuehlten. Die letzten Tage habe ich gehoert, dass Frauen mit kleinen Kindern, die in den Oeffis fahren vermehrt Probleme mit ihren schreienden Baelgern haben. Die Loesung des Schreiproblems ist, dass die Mutter die Maske absetzt, damit das Kind das Gesicht wieder erkennt.

    Diese eingepraegt genetische und spaeter auch kulturelle Praeferenz, kann man auch als positive Diskriminierung verstehen. Niemand kann einem vorschreiben, was man zu moegen hat. Aber genau das ist der Schritt, den die Linken erzwingen wollen. Aus der geforderten Toleranz wird dann ganz schnell eine geforderte positive Diskriminierung der ‚Andersartigen‘. Ein psychologisch gesunder Mensch, mit natuerlich gewachsenen Praeferenzen kann so etwas aber nicht tolerieren.

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  2. Gar nichts ist da umdefiniert bzw das ist wohl mehr fürs Aussen….in Wahrheit benutzen die „weiß“ nur verbal differenziert, gemeint sind aber immer noch die gleichen weißen Leute. Unabhängig von einem tieferen Sinn dahinter: das ist Verarsche(& Selbstverarsche)

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