Berliner Sexismus

Einen wunderschönen guten Tag mal wieder!

Ich bin heute über einen Artikel des Tagesspiegels gestolpert…
(… worden durch Tamara Wernli) (Archiv)

Diesen möchte ich nur bedingt Stück für Stück zerpflücken, aber er bietet einfach alle Stichpunkte, die man benötigt um „das Verbieten von sexistischer Plakatwerbung“ zu besprechen.

Anlass des Artikels ist, dass in der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD, Linken und Grünen Berlins steht: „In der aktuellen Ausschreibung von Werberechten des Landes Berlin wird der Ausschluss von sexistischer Werbung und diskriminierenden Inhalten eine harte Vergabebedingung. Auf privaten Werbeflächen wird die Koalition diskriminierende Werbung durch Einrichtung eines Expert*innengremiums prüfen und verhindern.“ (S. 101)

Gegen Sexismus und Diskriminierung einzutreten ist natürlich ein heheres Ziel. Warum sollte man dies also hinterfragen?

1.: Es soll die Freiheit von Menschen eingeschränkt werden, kreative Werke zu schaffen [*1] und zu veröffentlichen.

2.: Weil es in einem Koalitionsvertrag drin steht.

Zuersteinmal beginnt der Artikel mit folgender Aussage:

Spärlich bekleidete Frauen auf Werbeplakaten werden von Berliner Politikern schon seit Jahren nicht gern gesehen.

Auch in den beiden verlinkten Artikeln geht es ausschließlich um Sexismus gegen Frauen. Und auch der oben verlinkte Koalitionsvertrag spricht über Sexismus wie folgt:

Sexismus beginnt mit einem herabwürdigen Bild von Frauen
und LSBTTIQ*, das in vielen Bereichen des Alltags vermittelt wird.

Diese Definition und Sichtweise auf Sexismus ist falsch. Beginnen wir ganz entspannt mit der Google-Definition:

Se·xịs·mus
Substantiv [der]
Bezeichnung für alle Formen der Unterdrückung und der Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit.

Oder, etwas handfester, die Duden-Definition:

  1. <ohne Plural> Vorstellung, nach der ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts
  2. etwas, was auf Sexismus (1) beruht, sexistische Verhaltensweise

Auch wenn hier von „besonders der Frauen“ gesprochen wird, steht hier nichts von ‚ausschließlich Frauen‘.


 

Doch das ist natürlich relativ uninteressant. Sollen sie das Wort doch falsch bzw. einseitig benutzen bzw. sollen diese Regelungen aus einem einseitigen GRUND entstehen – mir egal. Die AUSFÜHRUNG muss natürlich geschlechtsneutral sein. D.h. selbst wenn die Intention ist Frauen „zu schützen“, muss das Durchführung in gleichem Maße natürlich auch Männer schützen.

Warum mich diese Art und Weise dennoch stört? Weil ich das Gefühl habe, dass die Menschen, die auf diesem Weg sind weder das Wesen von Werbung verstehen, noch Frauen als Menschen wertschätzen, noch die Freiheit der Menschen schätzen, noch Sexualität.

Dies mag jedes einzelne für sich schon weit hergeholt klingen, aber alles zusammen ist natürlich schon eine nahazu unverschämte Äußerung. Deshalb muss ich erklären wie ich dazu komme.


 

Das Wesen der Werbung

Werbung ist dafür da, dass ein Produkt, eine Marke, eine Organisation oder ähnliches bekannt gemacht wird. Dadurch soll das Produkt /die Produkte der Marke besser verkauft werden, die Organisation soll Zulauf bekommen usw. . Wahlplakate im Wahlkampf sind letztendlich auch nichts anderes als Werbung für die Partei.

Es geht bei Werbung also darum möglichst positive Informationen an potenzielle Käufer / Wähler/ Nutzer zu bringen. Sei es um klar darzulegen, warum man dieses Produkt braucht oder um das Produkt mit etwas Positivem zu verbinden (wie z.B. Humor, Erotik oder Ästhetik). Dabei muss nicht einmal die Realität abgebildet werden. Man kann der Wahrheit durchaus Spielraum geben bzw. sachzwangreduzierte Ehrlichkeiten verbreiten. Da es hier vornehmlich um Produktwerbung geht, möchte ich der Einfachheit halber beim „Produkt“ bleiben.

Dennoch liegt der Fokus der Koalitionsvertragsparteien auf Diskriminierung, Herabwürdigung, Sexismus und all die anderen negativen Begriffe.

Doch ist ein ansprechendes, d.h. schönes, Äußeres denn etwas Schlimmes? Ist es eine Herabwürdigung? Wohl eher nicht. Und ich höre sie schon schreien: „Aber die Frauen werden auf ihre Äußerlichkeit reduziert! Das IST Herabwürdigung!“

Wie zum Geier soll man auf einem Plakat, einem nicht beweglichen Bild, mehr als nur visuelle Reize setzen? Natürlich kann ich ganz viele tolle Sachen schreiben, in einer Sprechblase, in der die Frau eloquent das Produkt beschreibt, aber mal ehrlich: Wer bleibt den stehen um sich sowas durchzulesen? Selbst wenn einen das Produkt tatsächlich interessiert. Nein, die Werbung muss schnell erfasst sein und die Aufmerksamkeit erregen. Gleichzeitig muss es in dieser kurzen Zeit (wir sprechen hier von Sekundenbruchteilen) mit etwas Positivem in Verbindung gebracht werden.

Das hier mehrheitlich kein schöner Mann, sondern eine schöne Frau verwendet wird ist ein klares Zeichen für den hohen Status von Frauen in unserer Gesellschaft und nicht für deren Herabwürdigung oder Diskriminierung (in Form von Benachteiligung).


 

Die Wertschätzung von Frauen

Einen Teil der mangelnden Wertschätzung von Frauen habe ich in den vorherigen Absätzen beschrieben, ich möchte aber noch konkreter werden.

In einem langen Kriterienkatalog listen die Linken auf, wann Werbung unzulässig sein soll – zum Beispiel, wenn Frauen zwar als schön dargestellt werden, aber zugleich als „(willens)schwach, hysterisch, dumm, unzurechnungsfähig, naiv, ausschließlich emotionsgesteuert etc.“

Zur Wertschätzung eines Menschen gehört auch, dass man auch seine negativen Seiten akzeptiert. Und Frauen können (willens)schwach, hysterisch… was auch immer sein. Sowohl temporär als auch als wesentlicher Charakterzug. Wie dies übrigens auch bei Männern der Fall ist. Daran ist absolut nichts sexistisch. Was hier gefordert wird ist, dass eine Frau immer entweder als absolutes Idealwesen (schön und ohne Charakterfehler) oder als absolutes Mängelwesen (nicht schön mit Charakterfehlern) dargestellt wird. Frauen mit Nuancen – also als Menschen – darstellen? Fehlanzeige.

Gerade im Bezug auf

Menschen aufgrund ihres Geschlechts […] herabwürdigt

bekommt dies ein besonderes Geschmäckle.

Denn offensichtlich will die Linksfraktion Frauen nicht als absoluten Mängelwesen auf Plakaten sehen, sondern nur als Idealwesen. Abweichungen davon wären eine Herabwürdigung des Idealwesens. Frauen als Frauen mit positiven wie negativen Attributen wertschätzen? Nicht mit der Linksfraktion Charlottenburg-Wilmersdorf.

[*2]

Hinzu kommen noch weitere Dinge, die nicht nur das Dargestellte betreffen, sondern die Models, Mitarbeiterinnen der Werbeindustrie und natürlich auch die Betrachterinnen dieser Werbung.

Das Model und die Mitarbeiterinnen der Werbeindustire haben sich dafür entschieden an einer solchen Werbekampagne mitzuwirken. Das Model möchte sich so zeigen, fühlt sich möglicherweise sogar „empowered“. Lebt einen Teil ihrer Sexualität aus. Die Mitarbeiterinnen gehen ihrem Beruf nach, können sich künstlerisch entfalten, treffen möglicherweise sogar die Entscheidungen zu einer solchen Kampagne und wirken am Endprodukt mit. Diese Entscheidung wird von den Anti-Sexy-Werbung Leuten (wie z.B. auch pinkstinks) als herabwürdigend, sexistisch und diskriminierend herabgewürdigt. Eine Wertschätzung der individuellen Entscheidungen, Wünsche und Bedürfnisse dieser Frauen wird nicht vorgenommen – leider eher im Gegenteil.

Zu guter Letzt noch die potenziellen Kundinnen. Was für eine abgrundtief niedrige Meinung muss man eigentlich von Frauen haben, wenn man unterstellt, dass diese Werbung nicht als Werbung verstehen, sondern als Realitätsbeschreibung.
Ich meine: Allen ist klar, dass die Werbung nicht die Realität wiederspiegelt. Allen ist klar, dass die Werbung eben werben soll. Allen ist klar, dass für eine Werbung oft ins „Extrem“ gegangen wird. Sei es nun in der Farbwahl, der Schönheit, der Erotik, der dargestellten Szene… Die Werbenden wollen Aufmerksamkeit erregen.
Das versteht doch – eigentlich – jeder. Doch das möchten die Koalitionspartner Frauen nicht zugestehen.


 

Die Freiheit der Menschen

Menschen genießen diverse Freiheitsrechte. Zum Beispiel dürfen sich Menschen informieren und andere informieren. Sie dürfen miteinander kommunizieren (egal ob durch Worte, Körpersprache, Schriften, Bilder usw.). Sie dürfen sich versammeln, Meinungen haben, austauschen und entwickeln. Sie dürfen Kunst schaffen und verbreiten. Sie haben freie Berufswahl und Vertragsfreiheit. Sie haben das Recht als unschuldig zu gelten, bis zum Beweis der Schuld usw.

Viele dieser Rechte sind hier uninteressant. Andere hingegen schon. Ich habe das Recht ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten. Ich habe das Recht Menschen zu suchen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten. Dabei müsen natürlich Produkt und Dienstleistung legal sein. Ist es illegal dumm zu sein? Schön zu sein? Schön und dumm zu sein? Fotos zu machen? Fotos von sich machen zu lassen? Als schöner, dummer Mensch Fotos von sich machen zu lassen, um dadurch Geld zu erhalten? Nein, ist es nicht.

Es ist absolut legal. Es gibt auch keinen Grund dies zu verbieten. Es wird kein schützenswertes Rechtsgut angegriffen. Gegen Frauen wird weder diskrimminiert noch werden sie in ihrer Würde als Menschen verletzt (s.o.). Kein Mensch wird verletzt oder geschädigt.

Solche Werbung würde das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, Informationsfreiheit und freie Berufswahl einschränken.

-> #HerBodyHerChoice


 

Die Sexualität

Habe ich schon an mehreren Stellen angeschnitten, deshalb zusammengefasst: Solche Werbung zu verbieten würde bedeuten Frauen, die so ihre Sexualität ausleben wollen, den Weg zu versperren, sich so ausleben zu können.

Dazu noch eine Frage: Wie prüde muss man eigentlich sein?


[*1] Ich habe bewusst nicht „Kunst“ geschrieben, weil Werbung zwar durchaus künstlerische Elemente besitzt, sogar Kunst sein kann, aber nicht muss.

[*2] Es scheint als würde dieser Teil dem Teil „Wesen der Werbung“ widersprechen. Doch handelt es sich um Chronologisch unterschiedliche Bedingungen. Erst muss man die Aufmerksamkeit bekommen, danach können die Details analysiert werden. Jedoch geschieht auch das meist nur im Vorbeigehen, weshalb auch Details einfach und überschaubar sein müssen.

Netzdurchsetzungsgesetz / #NetzDG – Brief an das MdB || #KeinWortIstIllegal

Sehr geehrte/r < Name >

Ich schreibe Ihnen, weil mich das Netzdurchsetzungsgesetz (kurz: NetzDG) sehr besorgt. Am 19.05.2017 wird über das von der SPD und der CDU/CSU <(zu der ja auch Sie gehören)> eingebrachte Gesetz beraten.

Es gibt zwei Dinge bei diesem Gesetz, die mir unheimliche Bauchschmerzen bereiten.

1.: Unterwanderung des Rechtsstaates

Durch die Formulierung des Gesetzes wird der Eindruck erweckt, dass die Entscheidungskompetenz bezüglich der Strafbarkeit von Nutzerinhalten beim Plattformbetreiber liegt. Dies wäre eine Umgehung des Rechtsstaates, denn in einem solchen entscheiden Gerichte und nicht private Unternehmen, was strafbar ist und was nicht.

2.: Einschränkung der Meinungsfreiheit

Den Plattformbetreibern werden Strafen angedroht, wenn sie nicht schnell genug die Beiträge löschen. In der Masse können diese durchaus dem Betreiber erheblichen Schaden zufügen. Folglich ist davon auszugehen, dass diese, um die Strafen zu vermeiden, lieber schnell und ungenau löschen, als genau zu prüfen. Somit geraten auch nicht strafrechtlich relevante Beiträge der Nutzer unter den „Löschhammer“. Dabei ist zu bedenken, dass das Bundesverfassungsgericht in der „Pressemitteilung Nr. 48/2016 vom 2. August 2016“ geschrieben hat:

„1. Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit schützt nicht nur sachlich-differenzierte Äußerungen. Vielmehr darf Kritik auch pointiert, polemisch und überspitzt erfolgen. Einen Sonderfall bilden herabsetzenden Äußerungen, die sich als Formalbeleidigung oder Schmähung darstellen. In diesen Fällen ist ausnahmsweise keine Abwägung zwischen der Meinungsfreiheit und dem Persönlichkeitsrecht notwendig, weil die Meinungsfreiheit regelmäßig hinter den Ehrenschutz zurücktritt. Diese für die Meinungsfreiheit einschneidende Folge gebietet es aber, hinsichtlich des Vorliegens von Formalbeleidigungen und Schmähkritik strenge Maßstäbe anzuwenden“

Daher ist eine individuelle und genaue Einzelfallprüfung erforderlich, die ein Privatunternehmen in dieser Form weder leisten kann noch darf/dürfen sollte.

Wie wichtig die Meinungsfreiheit ist, muss ich ihnen sicherlich nicht erklären. Unsere Demokratie lebt schließlich von der Meinungspluralität.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass es nie förderlich ist, ein Gesetz zu erlassen, das derart leicht missbraucht werden kann, gezielt Meinungen oder gar Informationen zu unterdrücken. Dieses Gesetz in den Händen eines Unternehmens mit einer politischen Agenda wäre gefährlich. Man stelle sich vor, Facebook würde ein besonderes Augenmerk darauf legen, Befürworter der Flüchtlingspolitik schnell zu löschen und Gegner der Flüchtlingspolitik möglichst lange unbehelligt lassen – oder eben andersherum.

Grundsätzlich kann man wohl sagen: „Schaffe nie Systemstrukturen, die in den Händen Deines Gegners Dich ausschalten können.“ Daher meine Bitte an Sie:

Stimmen Sie gegen das Gesetz. Kein Wort ist illegal.

Mit freundlichen Grüßen:

 


 

Danke an Leonie für die Ergänzungen

Nochmal nochmal nochmal Meinungsfreiheit

Manch ein geneigter Leser mag sich vielleicht noch an meine Beiträge vom 16. August 2016 und vom 18. August 2016 erinnern. Dabei ging es um einen Beitrag von Carsten Dobschat, der auf einen Beitrag von Thomas Ney geantwortet hat. [*1]

Nun hat Herr Dobschat erneut bei mobilgeeks einen Artikel verfasst, den ich hier gerne verlinken möchte. (Archiv)

Dazu fällt mir nur ein Kommentar ein:

Ich hab es Ihnen ja gesagt, aber sie wollten ja nicht hören.


Chronologie:

  1. Thomas Ney
  2. Carsten Dobschat
  3. 16. August 2016
  4. Kommentar von Herrn Dobschat der in 18. Augist 2016 zu sehen ist
  5. 18. August 2016

Random Thoughts Nr.5

Halli hallo hallöle,

lange Zeit ist es her, dass ich was veröffendlicht habe. Es ist mal wieder so weit.


Die Katholische Kirche

Ich hatte kürzlich eine Diskussion über Religionen im Allgemeinen auf einer Geburtstagsfete. Dabei kam mir ein früherer Gedankengang wieder hoch. Die Eucharistie-Feier ist die Feier des letzten Abendmahles, wo – dem Glauben nach – der Wein zum Blute Christi gewandelt wird und das Brot zum Leib Christi (sprich: die Transsubstantiation oder Wandlung). Bei der Kommunion, also wenn die Gläubigen den Wein „Blut Christi“ und das Brot „Leib Christi“ zu sich nehmen, wird also, dem Glauben nach ein Mensch verzehrt.

Demnach wäre der heiligste Vorgang in einem katholischen Gottesdienst ein kannibalistischer Akt.


From the J to the G to the A

Im Nachgang zu der o.g. Diskussion viel mir auf, dass Jahweh, Gott bzw. Allah und die entsprechenden Religionen sich darauf begründen, dass JGA fehlbar ist. Alle drei Religionen lehren uns, dass JGA den Menschen geschaffen hat. Im alten Testament steht sogar, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes sei (vgl. Gen1,26f; 5,1; 9,6). Dennoch hat JGA den Menschen nicht als „an ihn Gläubigen“ geschaffen. Die Vielzahl der unterschiedlichen Religionen bei den Menschen und erst die chronologische verspätete Erwählung der Israeliten als sein erwähltes Volk sprechen hier Bände.

Das JGA es als notwendig erachtete zu Intervenieren zeigt, dass sich die Menschheit nicht so entwickelte wie er es sich wünschte. Oder anders ausgedrückt: Seine Schöpfung war fehlerbehaftet.

Nachdem er sich also den (späteren) Isrealiten offenbarte und sie als sein Volk erwählte (ja genau die, die gerade Sklaven der Menschen aus Ägypten waren, die er ja auch geschaffen hatte), sie nach seinen Lehren lebten, usw. stellte Gott fest, dass die Menschen seine Lehren und Regeln falsch interpretierten (sie also nicht eindeutig genug waren oder nicht umfassend genug). Aber was soll man auch sonst erwarten, wenn man ein Märchenbuch diktiert. [*1]

Weshalb er seinen Sohn schickte, damit dieser ihnen nochmal erklären würde, was Phase ist um dann letztendlich – der gütige Vater der er ist – seinen Sohn durch Verrat und Mobmentalität am Kreuz dahin siechen zu lassen. Zur Vergebung der Sünden versteht sich. Denn nichts zeigt Reue mehr als jemand anderes ans Kreuz zu nageln. Und nichts zeigt geistige Umnachtung mehr als das auch noch anzunehmen. Wobei andererseits… JGA verlangte ja auch früher schonmal von anderen, den eigenen Sohn zu Opfern auch wenn dies „nur ein Test war„. Die Gläubigen nutzten diese Gelegenheit um die Worte und Taten Jesu in einem Buch zu sammeln, das, angefüllt mit alten Fabeln und Märchen neue Fabeln und Märchen mit viel Zauberei enthält.

Apropos geisige Umnachtung.

„Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode“
– William Shakespeare ‚Hamlet‘

Geistig stabil wie JGA nunmal ist, stellt er fest, dass die Menschen immernoch nicht gerallt haben, was er von ihnen will. Die Menschen sollen doch nur in Frieden miteinander leben und an ihn glauben. Ist das denn so schwer? Ein neuer Versuch muss her um den Frieden herzustellen. Beste Idee ever: Die Idee mit dem Buch ist doch eigentlich voll toll gewesen. Die Juden und Christen haben die Texte ja nieeeeee falsch interpretiert und immer ganz akkurat aufgeschrieben. Deshalb macht es JGA den Juden und Christen nach(!) und will ein Buch schreiben. Dumm nur, dass er nicht lesen und schreiben kann, sonst könnte er das ja selbst aufschreiben um eine Fehlerquelle zu eliminieren. Deshalb hat er die zweitbeste Idee ever: Er sucht sich einen kinderfickenden, Massenmörder und Feldherren, offenbart sich ihm, um ihm zu sagen, was er zu schreiben hat und da die alten Texte eigentlich total gut waren und nie fehlinterpretiert wurden, kann man sie ja wiederverwenden. Was kann schon dabei schief gehen auf der Queste zum Weltfrieden?

Warum sollte man aber eine allmächtige, göttliche, übernatürliche Wesenheit anbeten, die bei seiner Schöpfung so enorme Fehler gemacht hat? Eine Wesenheit, die es nicht einmal schafft sich verständlich auszudrücken? Eine Wesenheit, die in ihrer Allmacht nicht mal selbst schreiben kann? Eine Wesenheit, die ihren eigenen Sohn opfert (der, so nebenbei durch eine nicht einvernehmliche Befruchtung entstanden sein soll)? Eine Wesenheit, die offensichtlich beratungsresistent ist? Was JGA braucht ist einen Lehrer und einen Psychiater, keine fanatische Gefolgschaft.


Wer ein menschliches Wesen tötet,

so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte.“
Sure 5 Vers 32

Jetzt muss man mir falsches zitieren vorwerfen, denn das steht nicht im Koran.

Darin steht: Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.

Es gibt also laut Koran Einschränkungen, die das Töten rechtfertgigen. Mord und Unheil. Wobei Unheil natürlich ein ziemlich dehnbarer Begriff ist. Gehört Maßlosigkeit zu Unheil? Eine weitere Einschränkung ist, dass dies eine Vorschrift für die Kinder Israels ist, also für die Juden.

Gerade diesen Vers als Beweis für die Friedfertigkeit des Islam anzuführen halte ich für einen großen Fehler. Er ist zu vage und vor allem nicht einmal an die Muslime gerichtet.


Landtagswahl NRW

Ich schicke voraus, dass ich seit dem ich wählen kann, nahezu immer die Grünen gewählt habe. Diese Ära ist nun definitiv vorbei. Zum einen ist es die demokratiefeindlichkeit die sie an den Tag legen (vgl. die Urwahl, in der eine Person auf Grund eines willkürlich festgelegten Geburtsmerkmales mit nur einer einzigen Stimme in eine der mächtigsten Positionen der Partei vordringen kann, OBWOHL sie weniger stimmen hat als die Konkurenz).

Zum anderen weil sie nach eigenem Bekunden weder mutig sind, noch an Freiheit interessiert:

https://twitter.com/gruenenrw/status/861149575737954308

(Archiv)

Bemerkenswert: „Unsere Zukunft ist in Gefahr, deshalb wählt uns.“

„Wir schüren Sorgen und Ängste, deshalb wählt uns. Unsere Gegner bieten Mut und Freiheit!“


Rechte in der Bundeswehr

Ich finde es ganz erstaunlich, dass sich so viele Leute darüber wundern, dass es rechtes Gedankengut in der Bundeswehr gibt.

Die Bundeswehr ist eine militärische Truppe, die für bewaffnete Konflikte eingesetzt wird. Die Truppen müssen bereit sein im Dienste der – und für die – Nation verletzt oder gar getötet zu werden. Würde das jemand machen, der für die Nation nicht eine starke Sympathie hegt? Sprich: eine gewisse patriotische bis hin zur nationalistischen Einstellung.


Geld

Zum Schluß möchte ich mich mal selbst zitieren, in der Hoffnung, das sich darüber ein bis zwei Menschen für wenige Sekunden Gedanken machen:

„Geld ist nichts wert, solange man es nicht ausgibt.“


[*1] An dieser Stelle sei eine Rede von Christopher Hitchens empfohlen

Offener Brief an ARD, ZDF und FUNK

Der Doktorant

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe diesen Brief bezüglich des Programms von „Jäger & Sammler“, einen durch FUNK finanziell geförderten Youtube-Kanal mit etwa 3500 Abonnenten. In 9 der 49 bisher durch den Kanal veröffentlichten Videos ist die Youtuberin Suzie Grime zu sehen – eine Person, die meiner Meinung nach keine Gelder aus dem Rundfunkbeitrag erhalten sollte, da sie auf eine unprofessionelle Art und Weise nachweislich falsche und radikal-ideologisch motivierte Inhalte vor ein jugendliches Publikum trägt. Laut der FUNK Website ist das angestrebte Zielpublikum zwischen 14 und 29 Jahren alt und folglich zum Teil noch minderjährig. Suzie Grime, gegen welche bereits mehrfach wegen Drogenkonsum – unter anderem öffentlich sichtbar auf Youtube – ermittelt wurde und die davon berichtet, wie toll die Einnahme von Ritalin doch sei, ist unter keinen Umständen ein geeignetes Vorbild für das junge Publikum, welches FUNK mit seinen Beiträgen erreichen möchte.

Sie bezeichnet sich selbst als Feministin…

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„Ich bin kein Kostüm!“ vs. „Kein Kostüm ist illegal!“

Sehr geehrte Frau Aleksandrova, sehr geehrte Frau Meder!
Ich bin über Twitter auf ihre Kampagne „Ich bin kein Kostüm!“ aufmerksam geworden und habe dort auch der Amedeu Antonio Stiftung und der Partei „Die Linke“ etwas dazu geschrieben.
Da ich aber noch einige Sachen ergänzen möchte (und auch etwas genauer ausformulieren möchte), nehme ich diesen Text als Grundlage.
Mit Schrecken habe ich ihre „Ich bin kein Kostüm!“- Kampagne mitbekommen. Sie geben an, dass die Intention dieser Kampagne ist, sich gegen Rassismus und gegen Transfeindlichkeit zu stellen. Ich denke, dass dies nicht der Fall ist – Im Gegenteil.
Man verkleidet sich an Karneval als etwas/jemand, was man toll findet. Die Verkleidung ist also eine Hommage oder Verbeugung an die entsprechenden Kreativen oder an die Kultur. Die Verkleidungen drücken Wertschätzung aus. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen über Leute gespottet wird. Wie zum Beispiel bei ihrem Plakat 2. Hier würde ich postulieren, dass die Üerson die sich so verkleidete über Suizidbomber spottete.
Nun muss ich aber feststellen, dass Sie diese Wertschätzung unterbinden wollen, weil sich ein paar Menschen dadurch auf den Schlips getreten fühlen. Stellen sie sich mal die Frage,wer so etwas nicht möchte. Wer möchte nicht, dass Leute aus einer anderen Kultur etwas aus der eigenen übernehmen. Wer möchte kulturellen Austausch unterbinden? Wer möchte seine Kultur „rein“ halten? Wir nennen solche Menschen im Volksmund Rassisten. Und das sind genau die Leute, deren Gefühle sie mit dieser Kampagne schützen wollen, indem sie dazu auffordern den kulturellen Austausch und die gegenseitige Wertschätzung zu unterbinden.
Sie schreiben ihrer Pressemitteilung: “ Europäer_innen benutz(t)en diese Bilder, um Ausbeutung und Unterdrückung von bestimmten Menschengruppen zu rechtfertigen. Dies ist den wenigsten Träger_innen der Kostüme bewusst.
Selbst wenn dem so ist, dass sie dazu benutzt wurden, heißt das nicht, dass die Menschen das heute noch tun bzw. in einer großen Mehrheit tun. In den Verkleidungen zu Karneval eine „Rechtfertigung zur Unterdrückung“ zu sehen, halte ich für extrem weit hergeholt. Glauben sie wirklich, dass die überwältigende Mehrheit der Feiernden Unterdrückung mit ihren Kostümen rechtfertigen will? Ich wage das anzuzweifeln. Deshalb frage ich mich, was diese historische Anekdote mit unserer heutigen Zeit zu tun haben soll.
Die Zeit des Kolonialismus und der sogenannten „Entdeckungen“, die mit Massenmorden und anderen Gräueltaten einhergingen, wird bislang nicht ausreichend aufgearbeitet. “ Ich finde es, vorsichtig ausgedrückt, reichlich unpassend, dass sie Karneval und Karnevalskostüme mit Massenmorden und anderen Gräultaten verbinden.
Sie schreiben weiter: “ Das sog. „Indianderkostüm“ und andere diskriminierende und teils romantisierende Bilder bestimmter Gruppen geben die Älteren so immer wieder an die nächste Generation weiter.
In wie fern ist ein Indianerkostüm diskriminierend? Warum sollte romantisieren etwas Schlechtes sein? Natürlich verstehe ich, dass eine akkurate Darstellung der Fakten zur Wissensbildung wichtig ist. Aber wer meint, dass es im Karneval darum geht, hat das Prinzip von Karneval nicht verstanden. Was mich ehrlich gesagt ziemlich wundert, denn ich kenne niemanden, der – angefangen von kleinen Kindern, die gerade erst gelernt haben sich entsprechend zu artikulieren, bis hin zu Senioren, die im Begriff sind diese Fähigkeit zu verlieren – glaubt, dass es beim Karneval um Faktendarstellung geht. Wenn allein der Karneval das Bild des Indianers im Kopf des Kindes prägt, dann haben wir ein ganz anderes Problem. Sowohl bildungspolitisch als auch innerhalb der Familie.
Auch Menschen, die sich als Trans_Frauen*, im Karneval verkleiden, sind sich der stigmatisierenden Wirkung ihrer Kostümierungen wohl in den seltensten Fällen bewusst. Die Kostüme stärken Stereotype, die Ungleichbehandlungen rechtfertigen, jedes Jahr aufs Neue.
In wiefern werden Trans_Frauen* stigmatisiert. Welche Stereotype werden gestärkt und vor allem, wie werden dadurch Ungleichbehandlungen gerechtfertigt?
Eine Studierendengruppe of Color aus Ohio entschied sich aus diesem Grunde, eine Plakatkampagne zu initiieren. Die Kampagne soll Menschen dafür sensibilisieren, dass die Bilder, die die Kostüme wiederaufgreifen und sie zu „den Anderen“ machen, ihr Leben nachhaltig negativ beeinflussen und nicht „okay“ sind.
Das ist eine etwas merkwürdige Auffassung. Denn das heutige Indianerkostüm hat wohl kaum etwas mit den heutigen Indianern zu tun, die auf die Universität gehen. Daher werden diese auch wohl kaum zu „den Anderen“ gemacht. Drehen wir mal den Spieß um. Ich fühle mich nicht zu „dem Anderen gemacht“, wenn auf einer Kostümparty in Großbritannien, Prinz Harry als Nazi rumläuft. Ich habe mich auch nicht zu „dem Anderen“ gemacht gefühlt, als ich in den Niederlanden auf Karneval mit einer Schwarzen getanzt habe, die sich als Deutschritterin verkleidet hatte.
Dies kann Dich eigentlich nur in zwei Möglichkeiten negativ beeinflussen: 1. Wenn Du Dich für Deine Kultur/Nationalität/Hautfarbe schämst (wofür die Person, die sich verkleidet nichts kann – das ist DEIN Problem), oder 2. Wenn Du nicht willst, dass andere etwas aus Deiner Kultur[…] übernehmen, sich mit Deiner Kultur[…] auseinander setzen, oder Du Deine Kultur als zu erhaben ansiehst um sie durch Andere vereinfacht dargestellt zu sehen. Wie oben schon gesagt, die im Volksmund „Rassisten“ genannten Menschen.
Für die Betroffenen sind alltagsrassistische und diskriminierende Erfahrungen weder harmlos noch witzig. “ Karnevalskostüme sind nicht rassistisch und nicht diskriminierend. Die Intention dahinter kann (!) das sein, muss(!) es aber nicht. Menschen die ein entsprechend angeprangertes Kostüm tragen mit Rassismus, Diskriminierung, Massenmord und anderen Gräueltaten, Transfeindlichkeit und „Rechtfertigung zum Unterdrücken“ in Verbindung zu bringen ist absolut geschmacklos.
Der kulturelle Austausch und die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen wird so, wenn überhaupt, nur einseitig von Statten gehen. Wir sollen nichts aus fremden Kultur übernehmen, uns nicht mit diesen auseinadersetzen. Andersherum scheint dies aber in Ordnung zu sein. Ich habe zum Beispiel kein Plakat gesehen, in dem ein Schwarzer zu sehen ist, der sich weiß anmalt. Oder ein türkischstämmiger, der sich als Wikinger verkleidet. In manchen Kreisen würde diese Einseitigkeit als eine Form der „Kolonialisierung“ verstanden werden. In anderen Kreisen würde man schreien „Gegen die X-isierung des Abendlandes!“ Bitte stoppen sie ihre Kampagne, so dass ein kultureller Austausch zwischen den Kulturen weitergehen kann und wir aktiv und passiv gegen Rassismus ein Zeichen setzen können. Unterstützen sie keine Rassisten.
Mit freundlichem Gruß

Der Gender Pay Gap

Auf Alles Evolution gab es am 3. Februar 2017 einen Beitrag zum Gender Pay Gap.  Dazu sind mir ein zwei Gedanken gekommen, ich hatte sie aber nicht verschriftlicht, weil Zeit.

Ähnlich ging es mir bei einem Beitrag von Asemann am 25.1.2017. Dort habe ich immerhin noch angekündigt, dass ich dazu noch etwas schreiben würde und habe zwei-drei Anmerkungen verfasst.

Was mich jetzt dazu bewegt zuschreiben ist – mal wieder – Twitter.

Nun gab es natürlich direkt wieder Menschen (wie mich), die das Bundesministerium für feminist sucial fucking justice auf die kleinen aber feinen Unzulänglichkeiten in diesem Themenkomplex hinwieß.

Und jetzt kommt der Knaller. Das BMFSFJ hat ein PDF veröffentlicht, in dem folgendes zu lesen ist (Seite 3) :

Der Wert kann als Obergrenze interpretiert werden, da der bereinigte Gender Pay Gap möglicherweise geringer ausfallen würde, wenn weitere lohnrelevante Eigenschaften – wie etwa Angaben zum tatsächlichen Ausmaß der Berufserfahrung und der Erwerbsunterbrechungen – im Rahmen der Analysen zur Verfügung gestanden hätten.
Also erstmal nichts mit „durchschnittlich 7%“. Laut BMFSFJ selbst ist 7% eine Obergrenze.
Und dann folgt auch noch zwei mögliche Erklärungen, nämlich
– das tatsächliche Ausmaß der Berufserfahrung
– Erwerbsunterbrechungen
die bei der Analyse NICHT berücksichtigt wurden, weil nicht bekannt. Aber unerheblich sind die bestimmt nicht.
Aber es kommt noch traumhafter, die Leute von der „Equal Pay Day“ Initiative (die interessanterweise vom BMFSFJ mit-initiiert wurde) schreiben auf ihrer Equal Pay Day Wiki:
Danach bleiben, nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, noch 7 Prozent Verdienstunterschied bestehen – von Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien. Aber auch hier können nicht alle Ursachen, wie z.B. Erwerbsunterbrechungen und Elternzeiten oder die individuelle Verhandlungsstärke, berücksichtigt werden
Erwerbsunterbrechungen und Elternzeiten gehören demnach nicht zu den Erwerbsbiographien – was man ja eigentlich annehmen sollte – und das individuelle Verhandlungsgeschick wird auch als möglicher Grund genannt.
Wenn man diese Sachen zu Grunde legt, dann muss der GPG noch deutlich weiter einschrumpfen, wenn nicht gar auf Null sinken. Aber was würde passieren, wenn sich der Gehaltsunterschied in die andere Richtung öffnen würde, wenn man diese Faktoren betrachtet?

Kommen wir zu den Gedanken, die mir bei Asemann gekommen sind. Dort wurde die Seite des Statistischen Bundesamtes verlinkt. Wer behauptet, dass der unbereinigte Gender Pay Gap auf Diskriminierung beruht, der soll mir Folgendes erklären:
In den Wirtschaftszweigen „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseiti­gung von Umweltverschmutzungen“ (1 %) sowie „Verkehr und Lagerei“ (5 %) fiel der Gender Pay Gap relativ gering aus.
Wie kann es sein, dass in massiv männerdominierten Wirtschaftszweigen der GPG so gering ist, während
Auch im Gesundheits- und Sozialwe­sen, wo traditionell Frauen stärker vertreten sind als Männer, [die] Verdienstunterschiede mit 23 % relativ hoch [waren].
Wenn wir eine flächendeckend sexistische Gesellschaft wären, die gegen Frauen diskriminiert , dann müsste der GPG doch in männerdominierten Berufen recht groß ausfallen oder? Und nein, liebes Bundesamt für Statistik, „Hier waren allerdings nur wenige Frauen beschäftigt.“ ist kein Argument, da es sich um durchschnittliche Stundenlöhne handelt.
Wer meint, dass der unbereinigte GPG auf Diskriminierung gegen Frauen beruht muss erklären, warum in  der“ „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftli­chen und technischen Dienstleistungen“ (32 %)“ der GPG am größten ist, da wo die Leute selbst für ihr Einkommen verantwortlich sind.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht eine mögliche Antwort zu mindestens einer Sache hätte. Der GPG im Gesundheits- und Sozialwesen.

Ich hatte schon an zwei Stellen (1, 2) beschrieben, dass in diesem Bereich tatsächlich gegen Frauen diskriminiert wird – und das es dafür nachvollziehbare Gründe gibt.

Nun ist es so, dass es für meine Branche keine bindenden Tarifverträge gibt. Die Caritas AVR ist an den TVöD angelehnt und ist damit auch der vergoldete Bentley unter den Arbeitgebern. Andere Arbeitgeber in meiner Branche handeln die Löhne individuell aus oder haben einrichtungsinterne Rahmenverträge. Doch wie hängt das zusammen?

Man stelle sich vor, dass mich alle Arbeitgeber haben wollen, weil ich ein Mann bin (siehe Link 1). Ich habe also die freie Auswahl an Arbeitsplätzen. Und ich wähle natürlich – wer würde es nicht tun – den Arbeitgeber, der mir finanziell am meisten gibt (ganz zu schweigen von den anderen Möglichkeiten, die ein so großer Arbeitgeber bietet). Das heißt aber auch, dass der Caritasverband überproportional viele Männer anzieht, während die schlechter bezahlenden Einrichtungen ihre Lücken mit Frauen auffüllen müssen. All diese Firmen bezahlen zwar ihren weiblichen Arbeitnehmer genausoviel wie ihren männlichen (also keine Lohndiskriminierung), aber im Durchschnitt der Branche kommt es dann zu diesem Effekt.

#Rasenmähergegensexismus und Selbstreflektion

In der sozialistischen Tageszeitung „Neues Deutschland“ erschien am 11. Januar 2017 ein Artikel über den Twitter-Hashtag #RasenmäherGegenSexismus von Elsa Koester (Archiv).

In diesem Artikel sind meines Erachtens mehrere Fehler enthalten. Der zweitgröbste – und mittlerweile wirklich nervigste – ist der Fehler Männerrechtler als „Maskulinisten“ zu bezeichnen. Das ist, wie auch schon hunderttausende Male von diversen Menschen angemerkt, falsch. Es müsste Maskulist heißen und es wäre wirklich mal langsam an der Zeit, dass dies bei den Feministen ankommt.

Der gröbste ist jedoch der, dass die Autorin nicht mit dem Twitterer gesprochen hat. Es ist kein Problem diesen zu erreichen. Ich habe das auch geschafft und konnte ihm einige Fragen stellen. Daher kann ich hier seine Meinungen als auch meine Meinungen wunderbar wiedergeben.

Twitter ist eine komische Sache. Plötzlich ist der da, auf Platz zwei: Der Hashtag #RasenmähergegenSexismus. Worum es geht, wird nach einem ersten Blick auf die vielen Tweets nicht so richtig klar. OK, man merkt: Hier tummeln sich irgendwie Sexisten und Maskulinisten, um sich über Antisexismus, Feminismus, über transgeschlechtliche Menschen und über Genderpolitik im Allgemeinen lustig zu machen.

Nun es machen sich auch Antisexisten über „Antisexismus“, Feminismus und über Genderpolitik lustig. Tatsächlich ist Antisexismus der Auslöser des Ganzen gewesen. Oder besser gesagt: Das Veräppeln oder Trollen von Sexisten.

(Archiv)

Das hier ist der Auslösertweet. Das feministische Magazin „Edition F“ sucht eine/n Praktikanten/in und wird darauf hingewiesen, dass Männer in deren Redaktion unterrepräsentiert sind. Das wäre ja nun bei Feministen, die „Geschlechterparität“ bzw. „Gleichstellung“ bzw. „Gleichberechtigung“ wollen eigentlich ein vollkommen legitimer Hinweis. Vor allem, weil ein solches Magazin natürlich mit gutem feministischen Beispiel vorangehen sollte. Nun ist der Hinweis natürlich nicht gerade freundlich formuliert. Wie Teresa Brücker ja auch direkt anmerkt. Sexist genannt zu werden ist eine Beleidigung. Das Dumme ist nur, dass genau diese Rhetorik auch gerne von Feministen angewendet wird. ‚Frauen sind nicht gleich repräsentiert? Das ist institutionalisierter Sexismus!‘ ‚Frauen sind in MINT-Fächern immer noch unterrepräsentiert vertreten? Sexistische Strukturen!‘ „Transparenz alleine reicht nicht, um die verkrusteten sexistischen Strukturen in der Arbeitswelt aufzubrechen“.

Dies ist übrigens meine Interpretation gewesen, die Diplomrasenmäher bestätigte:

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»#Rasenmähergegensexismus ist erst der Anfang. Intersektional müssen wir auch #TRANSMÄHER* mitnehmen: die zum Mopped umgebauten Rasenmäher!«, steht da zum Beispiel. Das Sternchen ist ein Seitenhieb auf eine bestimmte Form des Genderns, das neben Männern und Frauen auch Transgeschlechtliche einbeziehen will, etwa bei Rasenmäher*innen.

Hihihi, Rasenmäherinnen… Es gibt nur DER Rasenmäher. Rasenmäher haben kein anderes Geschlecht. Es gibt keine transgeschlechtlichen Rasenmäher… Aber sowas kann schon mal passieren, wenn man sich keine Gedanken macht. Ich sehe das Frau Koester nach. Aber ich würde sagen: Auch hier vollkommen zurecht veräppelt.

Viele der Tweets richten sich außerdem gegen das feministische Online-Magazin »editionf« und gegen dessen Redaktionsleiterin Teresa Bücker. »Aufruf an die #Rasenmäherarmy!!! Belästigt diese Frau mit dem Hashtag #RasenmähergegenSexismus«, dieser Tweet scheint ganz am Anfang der Hasswelle zu stehen[1]. Geschickt wurde er von dem Account »Diplomrasenmäher«. Was aber ist der Anlass für diese Hetze?

Nun, ich habe wie gesagt einfach mal gefragt und folgende Antwort bekommen:

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Warum so viele andere „hetzten“? Ich denke, dass viele Menschen mittlerweile die Nase voll haben vom Feminismus. Auf der einen Seite sagen Feministen, dass sie gegen Sexismus wären, fordern aber gleichzeitig geschlechtsspezifische Sonderrechte wie die Frauenquote. Dann wird davon geredet, dass Frauen unterdrückt wären, weil z.B. jede 3. Frau Opfer von Gewalt wird. Aber was ist denn dann mit Männern? Diese werden deutlich häufiger Opfer von Gewalt. Der Wehrdienst, den sehr viele Männer mitmachen mussten, bringt es mit sich, dass man als Mann im Zweifel zum Kriegsdienst gezwungen werden kann. §1631d BGB erlaubt ausdrücklich die Genitalverstümmlung… Verzeihung „Beschneidung“ von Jungs. Sind Männer also die UnterdrücktenPlus? Wenn man das aber anbringt bekommt schnell so antworten wie ‚Ach du mit deinem Whataboutism‘ oder ‚Das ist a nur derailing‘.

Im Männerrechtsbereich gibt es noch viele Probleme. Allein schon bei den Gesetzesfassungen. Wie oben genannt der §1631d BGB und im Vergleich dazu §226a StGB, der weibliche Genitalverstümmlung verbietet. Andere Paragraphen, die nicht geschlechtsneutral sind, sind z.B. Art. 12a unseres Grundgesetzes, Art 6(4) GG, §185 StGB und das Bundesgleichstellungsgesetz. Es ist sehr bemerkenswert, dass man, wenn man sowas anbringt als „reaktionär-konservative Männerrechtler“ bezeichnet wird.

Wenn ich eine Ideologie oder Bewegung habe, die für sich in Anspruch nimmt für Gleichberechtigung/Gleichstellung/Geschlechtergerechtigkeit zu sein und sich lieber mit #Breitmachmacker beschäftigt, als mit Gesetzen, die tatsächlich diskriminieren und sogar noch neue Gesetze fordern, die ebenfalls diskriminieren, dann muss man sich nicht wundern, wenn der Widerstand gegen eine solche Bewegung wächst. Und da die meisten Menschen Sexismus (und Rassismus) verabscheuen – und ich meine wirklich verabscheuen – werden solche Leute auch gerne mal… unfreundlich… behandelt. Diese „Hetze“ ist eine Hetze gegen den Sexismus der Feministen. Es geht darum Feministen zu ärgern. Und es scheint, als wenn viele Leute der Ansicht sind, dass sie es sich redlich verdient haben mit ihrer sexistischen Politik.

Auch die Redakteurin Bücker kann sich keinen Reim darauf machen, was der Hashtag genau aussagen soll. Sie habe den Ursprung der Hasswelle nicht gefunden, sagt die Feministin gegenüber »nd« – vermutet dahinter aber gut vernetzte sexistische Trolle, die das am Mittwoch verabschiedete Gesetz zur Lohngerechtigkeit zum Anlass nehmen, das feministische Magazin und Feministinnen ins Visier zu nehmen.

Ich habe oben schon die Erklärung gegeben, die der konkrete Auslöser war (durch Diplomrasenmäher bestätigt). Ich befürchte sie werden das als Unsinn abtun, aber ich kann Sie nur darum bitten ihr eigenes Verhalten und das ihrer Bewegung mal zu reflektieren. Stehen Sie wirklich für das was sie behaupten zu stehen oder tun sie es nicht? Müssten sie nicht auch für Geschlechterparität sorgen, wenn Männer unterrepräsentiert sind, wenn sie Geschlechterparität fordern wo Frauen unterrepräsentiert sind? Sind ihre Methoden alles gleich als sexistisch, konservativ, reaktionär, wasauchimmer zu bezeichnen, wirklich der richtige Weg? Kann es nicht vielleicht auch vollkommen unschuldige Motive und Hintergründe für Dinge geben, die ihnen auf den ersten Blick missfallen? Kann es nicht vielleicht sein, dass ihre „reaktionär-konservativen“ Gegner die Dinge tun, die sie tun, weil sie glauben, dass es das Richtige ist? Weil sie glauben, dass sie etwas Gutes tun? Weil sie glauben, dass man nicht auf Grund eines Geburtsmerkmales diskriminieren sollte? Sie können sich sicher sein, die meisten Menschen glauben von sich, gut zu sein.

»Maskulinisten sind in den sozialen Medien sehr gut vernetzt. Da sind einzelne gut in der Lage, von sich aus einen Shitstorm loszutreten«, erklärt Bücker.

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Maskulinisten sind reaktionär-konservative Männerrechtler. Eine so große Twitterflut wie heute habe sie jedoch noch nicht erlebt. Gut und gerne 500 Hass-Trolle habe sie an einem Tag blockieren müssen. Auf Twitter schickt sie eine Kritik an der langsamen Löschpolitik des Unternehmens hinterher: »Spätestens dann, wenn ein Hass-Troll-Hashtag auf der 1 trendet, merkt man, dass Twitter in Deutschland kein Team mehr hat.«

Und das ist genau wieder der Punkt, den Diplomrasenmäher kritisiert (wie auch viele andere). Viele Feministen sind nicht bereit für eine Konversation, wo gleich der Blockbutton rausgehauen wird. Ich bin von Leuten geblockt, mit denen ich nie interagiert habe. Warum? Was soll das? Oder andererseits bin ich von Leuten nach oder während einer Diskussion geblockt worden, obwohl ich keine Schimpfworte oder Beleidigungen verwendet habe. Frau Bücker hatte Diplomrasenmäher nach ~3 Tweets blockiert. Und hier wird die langsame Löschtaktik kritisiert? Bitte geht’s noch? Trollen ist Satire/Humor. Gerne auch mit einer Prise Sarkasmus oder Zynismus. Und das muss erlaubt sein, ohne gleich gelöscht zu werden. Und ja, ich weiß, jetzt wird auf zig Tweets verwiesen die total schlimm sind… Lesen Sie sich aber doch erst mal bei Gelegenheit die (chronologisch) ersten, sagen wir mal 200 Tweets durch und lachen sie herzhaft. Das ist derart eindeutiges humoristisches trollen, dass man das wohl kaum als Hetze bezeichnen kann. Aber auch wenn Stichprobenartig mal weitersucht, findet man kaum bis gar keine Hetztweets. Natürlich gibt es diese (vergleiche auch [1]), aber warum das eine Großlöschaktion seitens Twitter zur Folge haben sollte, ist nicht nur schleierhaft, sondern absolut absurd. Ich möchte fast behaupten, dass sie mit der Kritik an ihrer Bewegung nicht zurechtkommen und diese Kritik gelöscht sehen wollen anstelle eine Selbstreflektion zu wagen (diese ist bei der durchschnittlichen Feministin allerdings auch äußerst schmerzhaft).

Die Trolle nutzen als Aufhänger für ihre Tweets ein Foto, das »editionf« vergangene Woche zur Bewerbung eines freien Praktikumsplatzes gepostet hat. Das Bild zeigt die Redaktion. Darauf sind viele Frauen zu sehen – und nur eine Person, die als männlich zu identifizieren ist. Das scheint Maskulinisten ordentlich provoziert zu haben.

Nein, es ist, wie oben schon beschrieben, der Doppelstandart, den Feministen gerne anlegen. Sind Frauen unterrepräsentiert, dann ist das Sexismus und Diskriminierung. Sind Männer hingegen unterrepräsentiert ist alles ok.

Auf Twitter geht dieses Foto nun mit angeblichen Löhnen versehen herum, die die einzelnen Redakteur*innen verdienen sollen. Teresa Bücker werden 4000 Euro im Monat zugeschrieben, ihren weiblichen Kolleginnen jeweils 3000 Euro, dem männlichen Kollegen gerade einmal 450 Euro.

Und? Stimmen diese Einschätzungen so grob? Also jetzt mal ohne Spaß. Ich denke zwar nicht, aber das wäre doch wirklich mal interessant gewesen, zumindest eine Tendenz zu beschreiben. Warum nicht mit gutem Beispiel vorangehen? Neben den Löhnen dann auch noch die Position dazu (wegen der Vergleichbarkeit) und gut ist.

Anlass für diese Fotomontage ist vermutlich das am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Gesetz zur Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern. Es sieht vor, dass Frauen in Firmen ab 200 Mitarbeitern Auskunft darüber einfordern können, was ihre männlichen Kollegen in gleichwertiger Position verdienen. Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sollen zudem verpflichtet werden, betriebliche Maßnahmen zur Herstellung von Lohngleichheit einzuführen.

Auch wenn ich weiß, dass hier auf die Fotomontage eingegangen wird, möchte ich doch erwähnen, dass Diplomrasenmäher (der als einziger namentlich erwähnt wird) dieses Gesetz nicht als Hintergrund seiner Tweets hatte:

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Die LINKE hatte das Gesetz als unzureichend kritisiert. »Transparenz alleine reicht nicht, um die verkrusteten sexistischen Strukturen in der Arbeitswelt aufzubrechen«, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Cornelia Möhring, dem »nd«. Den Maskulinisten scheint aber selbst dieses Informationsrecht zu weit zu gehen.

Ich bin selbst „Maskulist“ und halte dieses Gesetz für eine gar nicht mal schlechte Idee. Denn der Punkt ist folgender: Feministen glauben, dass die Unterschiede in Gehalt und Führungspositionen auf Sexismus beruhen. Sie nehmen eine Diskriminierung von Frauen an und fordern daher als „Ausgleich“ entsprechende Gesetze wie die Frauenquote. Diese beseitigen aber nicht die möglicherweise vorhandene Diskriminierung. Sie fügen eine weitere hinzu. Um die Diskriminierung effektiv bekämpfen zu können, muss man den vermeintlich Geschädigten die Möglichkeit geben, Beweise zu sammeln. Dies wird mit diesem Gesetz möglich. Es ist zwar extrem unausgereift, aber in meinen Augen ein eher guter Schritt. [2]

Teresa Bücker nimmt den Aufruhr gelassen. Twitter erlaube es schließlich, Hashtags zu blockieren. So ist es auch für Feminist*innen möglich, einen ruhigen Tag in den sozialen Medien zu verbringen.

Ich würde mich tatsächlich fragen, was ich falsch mache, wenn ich täglich mit so etwas konfrontiert bin. An irgendeinem Punkt muss man sich doch mal fragen, warum die Leute so auf mich reagieren. Und vielleicht, nur vielleicht, liegt es ja an mir.

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[1]

Falls jemand sich wundert, dass dieser Tweet nicht zu finden ist. Er wurde gelöscht, da Diplomrasenmäher der Ansicht war, dass dieser Tweet ihm rechtliche Probleme bereiten könnte.

Ich habe ihn später gefragt ob dies der einzige Grund war, worauf er folgendes Antwortete:

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Der Tweet in dem sich Diplomrasenmäher distanziert ist dieser:


[2] Hier stand vorher: „Dumm ist natürlich nur, dass mal wieder nur Frauen dieses Sonderrecht haben sollen…“

Das ist falsch. Das Auskunftsrecht gilt für Männer und Frauen. Siehe hier.

 

Lebenszeichen

Guten Abend mein sehr verehrten Damen und Herren. Liebe Leser.

Ich wollte mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben und zwei Dinge bloggen, die noch etwas dringender ausstehen. Ich bin derzeit mit Studium und Arbeit derartig voll ausgelastet, dass ich die verbliebene Zeit lieber mit Freunden oder einem guten Film verbringe, als mich stundenlang an einen Blogpost zu setzen. Andere mögen hier andere Prioritäten haben, aber das ist meine ;-).


 

Das erste Thema ist Jan Deichmohles „Die Unterdrückung der Männer“. Ich hatte ihm versprochen dazu ein Review zu machen und hatte auch schon einiges vorbereitet, aber letztendlich kommt es immer auf die selben drei Sachen zurück. Erst einmal zwei positive Dinge:

1.: Das Buch ist sehr anschaulich in seiner Beweisführung und ich habe persönlich keinen faktischen Fehler gefunden

2.: Das Buch ist nachvollziehbar und gut in seiner Argumentation

Und nun das Negative:

3.: Das Buch ist teilweise stark übertrieben geschrieben. Ich habe mir an mehreren Stellen gedacht: „Geht es nicht eine Nummer kleiner?“ Z.B.: (S.33) „Was für eine unmenschliche Verachtung jeder erfährt, das er als Mann wagt, sich zu beklagen – klagen ist ein Vorrecht weiblicher, selektionsdominanter Frauen -, was für gehässige, gefühlsfaschistische Ausfälle Opfer der Diskriminierung […]
Nicht, dass ich nicht grundlegend zustimmen würde, aber das Buch soll ja Leute überzeugen und da würde ich tatasächlich eine etwas weniger drastische Wortwahl nehmen.

Fazit: Ein gutes, faktenorientiertes Buch. Gut lesbar (für Leute, die bereits in diese Richtung denken) aber eher abschreckend für Leute, die tendenziell eher feministisch denken.


 

Das Zweite Thema ist eine Klarstellung zu meinem Beitrag „Der Wert der Weiblichen Sexualität„, den ich zugegebenermaßen sehr… schlecht… geschrieben habe. Dazu werde ich auch noch einige Fragen beantworten, die ich „in naher Zukunft“ beantworten wollte *hüstel*.

Mein Punkt den ich zu machen gedachte ging NICHT dahin, dass die sexuelle Selektion von Frauen nicht stimmt. Der Punkt ging NICHT dahin, dass Frauen, wegen früherer monogamer Ehen usw., heute nicht mehr die Wahl hätten oder sonst etwas in dieser Richtung.

Mein Punkt, den ich machen wollte war der, dass es durchaus Männer und Frauen gab und gibt, die diese Wahl anzweifeln und übertreten. Dass es gesellschaftliche Konstrukte gab, die diese Wahl umgingen. Ein klassisches Beispel wäre dafür natürlich die Vergewaltigung einer Frau durch einen Mann. Ein Mann umgeht die Wahl der Frau, indem er sich ihr aufzwingt. Aber ich habe auch ein anderes Beispiel aufgeführt, das der Ehe. Diese war lange Zeit keine Verbindung aus Liebe sondern nahezu immer arrangiert und/oder durch andere (den Vater) abgesegnet. Ich behaupte einfach mal, dass die meisten Väter einen möglichst guten Mann für ihre Tochter ausgesucht haben, der sie versorgen konnte. Möglicherweise sogar einen, der durch längeres Werben bereits das Herz der jungen Dame erobert hatte, aber dennoch lag hier die entgültige Entscheidung eben nicht in ihren Händen.

Das heißt selbstverständlich nicht, dass diese relativ kurze Phase unserer Evolution, die anderen 2,8 mio Jahre ausradiert. Natürlich nicht. Das heißt natürlich auch nicht, dass sich Männer nicht anstrengen mussten um als möglichst gute Partie zu gelten. Natürlich mussten sie das.

Das heißt nur, dass die Selektion durch die Frauen eben nicht uneingeschränkt stattgefunden hat, sondern, dass diese Selektion von anderen stellvertretend übernommen wurde und das auch, selbstverständlich, nicht immer zu ihrer Zufriedenheit. Und das dieser Unstand als eine Unterdrückung wahrgenommen wird/werden kann, ist durchaus nicht fern leigend. Ich hoffe ich konnte das diesmal etwas deutlicher machen.

Zu den Fragen die mir gestellt wurden:

1.) Erkläre Begrifflichkeit „niedriger genetischer Standard“

Ich bin bei meinen Erklärungsversuchen (hingeschrieben, gelöscht, hingeschrieben…) immer wieder über das Wort „Standard“ gestolpert und ich muss zu dem Schluß kommen: Das Wort ist falsch gewählt. Was ich mit diesem Begriff ausdrücken wollte war, dass ein Mann Gee in sich tragen kann, die für die Umgebung eher suboptimal sind oder Krankheiten begünstigen oder in sich tragen (Erbkrankheiten). Oder anders ausgedrückt: schlechte Gene.

2.) In welcher wissenschaftlich bewiesener Norm, Regelung ist dies hinterlegt,
was ist dann ein hoher genetischer Standard und wie misst man ihn?

s.o. Standard war das falsche Wort. Dennoch möchte ich darauf eingehen wie man ihn (d.h. die schlechten Gene) misst. Wenn ich mit meinen angeborenen Fähigkeiten/Interessen in meinem Umfeld gut oder sehr gut zurecht kommen, dann habe ich gute Gene. Die selben Gene könnten in einem anderen Umfeld aber von  Nachteil sein, weshalb sie dort dann schlechte Gene wären.

3.) In wieweit steigt die potenzielle lebensbedrohliche Situation (Faktor) einer Geburt unter dem Aspekt das beide Basenpaare hälftig am Erzeugnis beteiligt sind?

Ich verstehe ehrlich die Frage nicht im Zusammenhang mit meinem Text.

4.) In wieweit erhöht sich z. B. die Todgeburtsrate (Faktor) bei einem Partner mit „genetisch niedrigem Standard“??

Das würde ganz erheblich von Hilfen, Umfeld und den Genen abhängen. Man kann jedoch ziemlich eindeutig sagen: Je schlechter die Gene im Bezug auf Gesundheit, desto höher das Risiko.

5.) Mit welcher Biotech ermittelt die Frau den sog. „niedrigen genetischen Standard“
Genomauszählung im Kopf vielleicht?

Die Polemik mal Beiseite lassend: Die Biotech nennt sich Optik. Recht einfaches Prinzip. Alle Merkmale die wie attraktiv finden, finden wir nicht aus sich heraus attraktiv, sondern weil sie gewisse gute/schlechte Eigenschaften oder halt eben Gene wiederspiegeln. So wird die überwältigende Mehrheit aller Menschen einen sportlichen Körper attraktiver finden. Ganz gleich ob es ein männlicher oder weiblicher Körper ist, von dem wir reden. Dieser Körper ist besser für Aktivitäten geeignet und sichert so die physiologische Gesundheit des Kindes. Viele intelligente Menschen haben eine hohe Stirn, weshalb diese ein Indikator für Intelligenz ist usw. .

Natürlich sind diese Dinge nicht unumstößlich und natürlich auch fehlerhaft. Ein Mensch der zu Fettleibigkeit neigt, kann durch hartes Training einen sportlichen Körper bekommen, aber dennoch die genetische Prädisposition für Fettleibigkeit weitervererben.

5.) Is that true ? „Und soweit gehe ich noch absolut konform“
Ist dieses Mitgehen nicht selektierend, inhuman, Rassenbereinigt?

Selektierend? Ja.Deshalb nennt man es auch natürliche Selektion.

Inhuman? Nein. Warum auch? Eine Frau möchte für ihr Kind einen möglichst optimalen Vater haben, damit das Kind eine möglichst hohe Überlebenschance hat. Ich nenne das eher human.

Rassenbereinigt? Wie kommst Du denn auf das schmale Brett?